Plattenkritik

Bayside - The Walking Wounded

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Release Date: 16.03.2007
Datum Review: 27.01.2007

Bayside - The Walking Wounded

 

Ich muss ja gestehen, dass ich bekennender BAYSIDE Fan bin und entsprechend habe ich mich auf das neue Album der Jungs aus Long Island mit dem Namen "The Walking Wounded" gefreut. Das zuletzt veröffentlicht Akustik-Album hat mir richtig gut gefallen und brachte die prägnante und leicht schiefe Stimme von Sänger und Gitarrist Anthony Raneri besonders schön zur Geltung. Zuvor erlitt die Band ja bekanntlich einen tragischen Rückschlag während der "Never Sleep Again" Tour Ende 2005 als Drummer John Holohan bei einem Autounfall ums Leben kam.

Mit Chris Guglielmo hat man nun einen neuen Mann hinter den Kesseln und zeigt sich musikalisch gereifter, erwachsener und dennoch mit der gewohnt schönen Melancholie, die nicht zuletzt durch Anthony Raneris Stimme getragen wird. BAYSIDE bewegen sich zwar immer noch in Emorock Gefilden heben sich jedoch deutlicher denn je von der breiten Masse ab. Nicht zuletzt die vielen musikalischen Experimente sind hierfür verantwortlich. Der Opener und Titeltrack entspricht noch am ehesten der gewohnten BAYSIDE Songstruktur, überrascht jedoch mit einem charmanten Tuba- bzw. Posauneneinsatz. Bei "(POP)Ular SciencE" wartet man hingegen mit einem Chor auf und streut verspielte Gitarrensolis ein. Auch bei einem Großteil der weiteren Songs wird man fündig und darf sich über allerlei variationen im Songwriting freuen. Es hat dieses Mal ein wenig gedauert, bis sich "The Walking Wounded" einen Platz in das eigene Herz gebahnt hat wofür nicht zuletzt das wunderbar eingängige "Dear Your Holiness" verantwortlich ist, aber die einzelnen Songs wachsen einfach von Hördurchgang zu Hördurchgang. Erwähnenswert ist auch der positive Grundtenor, der sich durch das Album zieht. Die "Sirens And Condolences"-Zeiten sind nun definitiv vorbei aber BAYSIDE können gerade Anno 2007 mit einem zwar nicht unglaublich spektakulären dafür jedoch eigenständigen und schönen Album punkten. Gekauft!

1. The Walking Wounded
2. They're Not Horses, They're Unicorns
3. Duality
4. Carry On
5. I And I
6. Choice Hops And Bottled Self Esteem
7. Head On A Plate
8. Dear Your Holiness
9. Landing Feet First
10. Thankfully
11. A Rite Of Passage
12. (POP)Ular SciencE

Line-Up:
Anthony Raneri - Vocals & Guitar
Jack O Shea - Guitar & Vocals
Nick Ghanbarian - Bass
Chris Guglielmo - Drums

Alte Kommentare

von Dario 27.01.2007 18:21

Schönes Album!

von saschi 29.01.2007 13:26

irgendwie voll mies das lied auf my space ist nicht so doll?????vielleicht das cover??

von tame 29.01.2007 13:32

sehe ich anders, ist n schöner schritt nach vorne, die lyrics gefallen und auch das songwriting hat sich sichtlich verbessert. der gesang bleibt hammer!

von Name Taken 05.02.2007 16:44

Album ist echt gut, wenn man den etwas melancholischen Stil der Band mag. Seit der ersten Split mit Name Taken hat sich viel getan bei Bayside. Trotzdem glaube ich immer noch, dass es Bayside gar nicht gibt, sondern Alkaline Trio hier \"in disguise\" mit ein paar Kumpels Musik machen. Also: Wenn ein Bayside Album, dann vielleicht dieses hier...

von bayside 06.02.2007 13:19

Ich finde sie schon ziemlich eigenständig und Sirens and Condolences ist eine Hammerplatte.

von jetsetradio 07.02.2007 20:38

Sehr nette Band!

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Torben

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Allschools Chef

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