Plattenkritik

Bear - Abstractions

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Release Date: 06.06.2010
Datum Review: 03.02.2011

Bear - Abstractions

 

Mit der angedeuteten Verrücktheit und einer Stimme der alten Größen SIKTH sowie der mathematischen Präzision und dem nur augenscheinlichen Chaos der Vorbilder MESHUGGAH und THE DILLINGER ESCAPE PLAN brettern BEAR von Sekunde eins dem Hörer entgegen und schließlich ums Ohr. Sie gehören zu der Sorte von Teilnehmern einer Wall Of Death, welche sich nur mit ausgestreckten Fuß der entgegenkommenden Menschenmasse gegenüber trauen. Andere lieben das Risiko des Aufpralls oder den Nervenkitzel die Sekunden davor wild in der Mitte umher zu hüpfen. BEAR hingegen trauen sich nichts, teilen zwar gut aus und bleiben dabei unversehrt, gehen aber doch als die Verlierer des Abends nach Hause, weil sich keiner für sie interessiert. Ihr Sound klingt zu maschinell, zu unpersönlich, zu sehr nach „hab ich doch schon mal irgendwo gehört!“. Nicht dass das heißen sollte, dass sie ihre Sache allzu schlecht machen würden, denn technisch ist das Ganze durchaus erhaben und zeugt von einer tiefen Verbeugung gegenüber ebengenannter Größen. Doch wie das so ist wenn man in einem Review die Worte „technisch gut, aber…“ gebraucht, und weil nur Verbeugen den Rücken krumm macht, reicht das natürlich auch im Falle BEAR nicht für mehr.

Tracklist:

1. Decades
2. Injuries
3. To sleep on rails
4. Speaking is red
5. Manicure for the masses

Autor

Bild Autor

Olivier H.

Autoren Bio

"They said, Do you believe in life after death? I said I believe in life after birth" - Cursed

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