Plattenkritik

Beyond The Sixth Seal - The Resurrection Of Everything

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Release Date: 18.05.2007
Datum Review: 11.05.2007

Beyond The Sixth Seal - The Resurrection Of Everything

 

Wenn man eine gewisse Zeit in den verschiedensten Backstageräumen, Konzerthallen, Clubs und sonstigen Musikertreffs rum gehangen hat kennt man folgendes Szenario: Bierseelige Rockertypen (jedweder Couleur) hauen sich die wildesten Sound- und Bandideen um die Ohren. „Ey, ich mach `ne Metal Combo, lass aber `nen Typen singen der wie Kermit der Frosch klingt und wie Jeff Beck aussieht!“ „Ne, ist doch voll unknorke. Besser Keyboard- Rock `N Roll mit massig Breakdowns und Moshparts und `ner Frau am Gesang! Das ist das nächste große Ding!“ „Aaaach – Alles lahm. Ich gründe die schärfste Stoner Rock- Kapelle mit derbem Punk `N Roll- Einschlag und lasse einen Death- Metaller hinter das Mikro!“ Moment.

Genau letzteres Phantasie- Gebilde beschreibt den Sound von BEYOND THE SIXTH SEAL. Naja, fast. Hier und da noch ein Metal- Lick, hier eine Gitarre so staubtrocken wie Lembas- Brot und ein Gesang so tief dass einem schwindelig wird. Doch BEYOND THE SIXTH SEAL zehren nicht nur von ihrer exotischen Veranlagung in Sachen Sound und Freakdom. Da sind auch diese Gitarren- Riffs die nicht mehr aus dem Kopf gehen. Und Arrangements die Songweise so clever sind, dass fast traurig ist dass eine Scheibe wie diese wohl eher kein Platin einfährt. Sowieso: Dieses Teil ist nichts für Puristen und Traditionalisten. Doch wer es gerne abgefahren uns so unmassentauglich wie nur möglich mag sollte mal ein Ohr riskieren. Und bei so einer Platte Punkte/ Skulls zu vergeben ist wahrlich eine Qual.


Tracks:
1. Nothing to prove
2. My terrifying ally
3. I die at 35
4. Reverly
5. Stricken
6. The twisted ladder
7. Feral dreamer
8. The law you have sworn
9. Forward thinking
10. Yawning of the gale
11. Everything though
12. Blood of a ghost
13. Monument

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Sebastian K.

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