Plattenkritik

Big D And The Kids Table - Built Up From Nothing : The D Sides And Strictly Dub

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Release Date: 02.10.2012
Datum Review: 25.09.2012

Big D And The Kids Table - Built Up From Nothing : The D Sides And Strictly Dub

 

Kaum ein Künstler schafft den Bogen um diese Vorweihnachtsseuche. Mit Inflationsfunktion für Geldbörsen auf Label- und Plattenschränke auf Konsumentenseite schaffen es die Skapunker vom Kindertisch immerhin sogar jenseits der C-Seite. „D“ wie DANKO JONES oder DEFTONES, die es schon hinter sich haben, „D“ aber auch wie Doppelalbum oder Die-Hard-Fan.

Letzteren braucht es hier, am besten ausgeschlafen und mit reichlich Wärmewasser im Flachmann. BIG D AND THE KIDS TABLE sind „around since 1996“ – somit ist der Veröffentlichung einer B-Seiten-Kollektion nicht entgegenzubringen. Auch kann ein solches Release spannend und liebevoll, komplettiert und überlegt auf den Markt platzen – NOFX zum Beispiel haben hier die Latte recht hoch und weit entfernt vom Dollarschein an den Diskografie-Zaun genagelt. Bei David McWane und seinem Gefolge aus Sängern, Bläsern und Offbeatjunkies reicht es sogar (auf den ersten Blick) für zwei Silberlinge, die sich jeweils an strikte Ideen halten: „The D-Sides“ schmücken mit „Moping For Equality“ oder „Digging In Your Nails“ schwer zu findende Outtakes und unveröffentlichte Versionen der Band aus Boston – „Strictly Dub“ hingegen bringt bewährte BIG D-Güter im Dub-Gewand ans Tageslicht.
Ob „Chin Up Boy“ oder „She Knows Her Way“ noch öffentlich ihren Weg als Slowmotion- oder Einschlaf-Edit finden müssen oder innerhalb ihrer Klasse einfach den verdienten Lebensabend genießen sollten, klärt hoffentlich ebenso der Hardcore-Interessierte wie die Frage, was der übermäßige Anteil an mitgeschnittenen Songerläuterungen für die A-Seite der B-Seiten-Compilation soll: Linernotes und Band-Senf ja - einen Großteil der dreiviertel Stunde mit gesprochenen (und teils unkenntlich festgehaltenen) Stories zu strecken – lieber nicht. Dieses Format springt zwischen Scherz und dem Ergebnis eines regnerischen Sonntages hin und her, an dem das Mehl zu Hause nicht mehr zum Kuchenbacken gereicht hat.

Quantität schlägt die dagewesene „Ska-gegen-Punkrock“-Qualität bei Weitem - aufgrund ausufernder Remixe („Relocate The Beat Dub“) oder Daves lächelnden Sabbel-Flashs schafft es dieses Zweifach-„Album“ immerhin auf angeberische 120 Minuten Spielzeit.
Sollte es wahrhaftig Musiksuchende geben, die sich noch für den „Ska“ oder den „Punk“ im „Skapunk“ interessieren, hier lieber großzügig wegsehen, Portmonee wegstecken und „A“ sagen. „A“ wie „A-Seite“. Oder wie „am besten Finger weg“.

Trackliste:

Disc 1: The D Sides

01. Dave Shows Up On The Street
02. #5
03. Sean, Somewhere in Kentucky
04. Moping For Equality
05. Dave, About How It Goes
06. Apologies
07. Dave, About LAX
08. LAX (original recording)
09. Dave and Sean, Why We're Poor
10. Digging In Your Nails
11. Dave, It's The Shit
12. Lash Out
13. Dave, What's Your Favorite Ice Cream Flavor?
14. DQ Girl
15. Dave, 1996 Shows
16. Half Way Home
17. Dave, Good Times Good Friends
18. Don't Ask Me Just Do It Baby
19. Dave and Sean, Crappy Jobs
20. Beyond The Obvious
21. Dave, All Ages
22. Born on the Edge
23. Dave Say Bye

Disc 2: Strictly Dub

01. Dub-D
02. Strictly Rude Dub I
03. Chin Up Boy Dub
04. Baby Don't Cry
05. Rude Boy Likes a Girl
06. Oo le Ya 1.
07. She Knows Her Way Dub-el-Dub
08. I'll Be There When You Get BackThese Dubbed Streets
09. These Dubbed Streets (Rehersal)
10.. Come Along (Rehersal)
11. Relocate the Beat Dub
12. Half Way Home Dub
13. Strictly Rude Dub II
14. Strictly Rude Dub III
15. She Knows Her Way Dub
16. Dub-Fin

Alte Kommentare

von auf die dub 27.09.2012 21:37

seite bin ich gespannt. kann mir nicht vorstelln dass die so schlecht ist. aber wenn man mit dub nix anfangen kann ...

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Moppi

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Alt, langweilig, tierlieb.

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