Plattenkritik

Black Moth - Condemned To Hope

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Release Date: 19.09.2014
Datum Review: 18.08.2014

Black Moth - Condemned To Hope

 

Das geschulte Auge hat gute Chancen, die Soundabsichten dieser Band aus Leeds bereits am Bandlogo zu erkennen. "Condemned To Hope" liefert im Anschluss in ebenso zuverlaessiger Detailarbeit alle wichtigen Bestandteile fuer ein modernes, stoner-metallisches Rockalbum unter der markanten Federfuehrung von Frontfrau Harriett Bevan.

Diese mag auf den ersten Blick vielleicht "niedlich" erscheinen - funktioniert nach schwerem Introgeriffe allerdings direkt "Tumbleweave" zu einem schleppenden Nachtfahrtszenario um, welches mindestens blutueberstroemt im gottverlassenen Strassengraben endet. Leichte Psychedelic-Einschlaege parken BLACK MOTH neben BLACK SABBATH-erfahrenen Gitarren, dazu rotzen das spacige Schimmern von KYUSS und die Mittelfingerattituede von L7 Songs wie "Set Yourself Alight" oder das doomige "The Undead King Of Rock'N'Roll" gerade heraus in die Fressen aller Stonerrockjunkies.

"White Lies" rollt unverdrossen und fast punkrockig durch den Raum, den Bevan hier ohne Probleme mit ihrer Stimme auszufuellen weiss. "Red Ink" nimmt im Anschluss die alternative Abzweigung und schichtet auf das seichte Intro massive Drums und kreischende Gitarren. "Condemned To Hope" balanciert Krach und duestere Fragezeichenmomente mit einem teuflischen Laecheln im Gesicht: Jeder noch so verankert scheinende Moment kann im naechsten Augenblick ausbrechen und zu einem Fuzz- oder Distortionpanzer wider Willen werden. "Stinkhorn" nutzt diese Chance ebenso wie der klatschnasse Groove von "Looner".

In manchen Momenten auf dem Nachfolger zu "The Killing Jar" allerdings scheint sich das musikalische Standbein mit dem Einklang der Stimme anzulegen - was letztere duenn und aufgesetzt wirken laesst. Zum Glueck wissen BLACK MOTH auf ihrem zweiten Album bereits einen Grossteil des vertrauten Kartenmaterials zu lesen, welches ihr Schiff nach rechtzeitigem Herumreissen des Ruders mit gesunder Mannschaft wieder in die Heimat steuert. Diese klingt zwar oft eher nach Duerre und Einoede als nach Nordengland, im Zweifelsfall aber haelt der Bandschriftzug ja den Kopf hin.

Trackliste:

1. Tumbleweave 03:58
2. Set Yourself Alight 03:15
3. Looner 03:46
4. The Undead King of Rock'N'Roll 05:07
5. The Last Maze 04:18
6. White Lies 03:10
7. Red Ink 03:40
8. Room 13 03:20
9. Stinkhorn 05:14
10. Slumber with the Worm 03:16
11. Condemned to Hope 04:22

Alte Kommentare

von matta 19.08.2014 09:24

yeehaw. endlich. Wann kommen die auf Tour? Vorgänger war schon gut, bin echt gespannt.

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Moppi

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Alt, langweilig, tierlieb.

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