Plattenkritik

Black Sheep Wall - No Matter Where It Ends

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Release Date: 23.03.2012
Datum Review: 17.03.2012

Black Sheep Wall - No Matter Where It Ends

 

Auch, wenn von draußen bereits der Frühling an die Scheiben klopft, ignoriert ihn! Zumindest für die eine Stunde.

Man könnte sagen, dass BLACK SHEEP WALL zu der neuen Brut von aufstrebenden SLUDGE Bands zu zählen sind. Junge Burschen, die völlig frei und unbekümmert ihre Einflüsse, wie SLUDGE, HARDCORE, METAL, DOOM und was auch immer in ihren Sound mischen und daraus eine schwarze Masse kreieren.

Endsand aus dem sonnigen Los Angeles wissen BLACK SHEEP WALL wohl genau, wie man sich der Wirkung der Sonne entzieht und seine Energie in die Vertonung apokalyptischer Klanglandschaften steckt. Mit Gitarren, die sich durch Felsen stemmen und Schlagzeugrhythmen, die das Ganze zu Sand zerbröseln, erzeugen BLACK SHEEP WALL eine unbändige Wucht und Intensität. Mit dieser Kraft im Rücken werden die Songs auf „No Matter Where It Ends“ von einem kehligen und kraftvollen Gesang angeführt. Als Hörer hat man eigentlich von Beginn an so gut wie keine Chance, dem Ganzen auszuweichen. Und man schließt sich ihm an. Getrieben von Slowmotion-Riffs, die einem immer und immer wieder auf die gleiche Stelle des Hinterkopfes hämmern.

Doch BLACK SHEEP WALL sind nicht immer treibend. Sie sind auch zäh und an einigen Stellen schwer genießbar. Aber das immer mit voller Inbrunst. Und das hebt sie hervor und lässt sie unglaublich mächtig erscheinen.

Stilistisch sicher für Anhänger der Southern Lord Sachen sehr zu empfehlen!

Trackliste:

1. Agnostic Demon
2. Liminality
3. Vitruvian God
4. Black Church
5. Torrential
6. Ambient Ambitions
7. Cognitive Dissonance
8. Personal Prophet
9. Flesh Tomb

Alte Kommentare

von Alex G. 28.03.2012 09:11

Saubere Arbeit der Jungs. Vom Review hätte ich mir aber vielleicht ein paar mehr Infos gewünscht. Im direkten Vergleich zum Vorgänger "I am God Songs" fällt nämlich auf, dass hier die Produktion wesentlich professioneller von statten gegangen zu sein scheint. Nicht immer zum Positiven. Während auf dem Vorgänger Songs wie "Nihility" und "Modest Machine" durch ihre schmutzige Produktion alles niedergewalzt haben, sind die aktuellen Songs doch wesentlich sauberer produziert und verlieren dadurch ein wenig an Wucht. Was nicht heißen soll, dass hier Weichspüler benutzt wurde. Black Sheep Wall spielen immer noch so einige Genrevertreter mit links an die Wand - besonders im puncto Intensität. Alles in allem sehr schön.

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Mulder

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