Plattenkritik

Black Tusk - Set The Dial

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Release Date: 04.11.2011
Datum Review: 18.10.2011

Black Tusk - Set The Dial

 

Was kommt uns denn da aus der Wüste entgegen? BLACK TUSK, mit ihrem neuen Album „Set The Dial“! BLACK TUSK könnte man wohl treffend als die kleinen, wilden Brüder von KYLESA, BARONESS und alten MASTODON bezeichnen. Die drei Jungs aus Savannah, spielen Stoner-Rock im Stil der oben beschrieben Bands. Dabei klingen sie jedoch wesentlich roher und haben mehr Dreck im Getriebe.
Mit „Set The Dial“ veröffentlichen sie dieser Tage ihr viertes Album. Große Veränderung darf man hier nicht erwarten. Wie auf schon auf ihren bisherigen Alben mischt das Trio schwere Sludge-Doom Passagen mit rassigem Crustcore. So simpel wie sich das anhört, ist die Musik dann auch. Kurze knackige Songs laden den geneigten Hörer ein das Tanzbein zu schwingen. Songs wie „Bring Me Darkness“, „Ender Of All“ oder „Carved In Stone“ sind auf den Punkt geschrieben und kommen meist ohne Umschweife zur Sache. Dabei überzeugen beinahe alle Lieder mit griffigen Melodien und starken Hooklines. „Set The Dial To Your Doom“, der Quasi-Titeltrack, ist eine schleppende Doom-Nummer, welcher zur Mitte des Albums hin, etwas Abwechslung zum restlichen Material bietet. Auf dem abschließenden „Crossroads And Thunder“ packen BLACK TUSK noch einmal demonstrativ ihr größtes Ass im Ärmel aus – der dreistimmige Gesang. Warum sie dies auf „Set The Dial“ nicht öfters machen, bleibt offen.
Insgesamt ist die vierte Scheibe der Herren aus Georgia eine runde Angelegenheit geworden. Die Lieder sind stimmig und machen Spaß, auf Dauer fehlt ihnen jedoch die Abwechslung. Wer meint, KYLESA hätten nicht genug schmiss, BARONESS wären zu melodisch und MASTODON hätten spätestens ab „Leviathan“ sowieso ihre Seele an den Prog-Gott verkauft, der sollte BLACK TUSK mit ihrem neuen Album antesten!

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Manuel

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Ich schreibe Artikel. Manchmal schlecht, manchmal gut, immer über seltsame Musik.

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