Plattenkritik

Blitzkid - Apparitional

Redaktions-Rating

Info

Release Date: 28.03.2011
Datum Review: 01.03.2011

Blitzkid - Apparitional

 

Hier etwas Blut, da ein paar Knochen. Fledermäuse, Tod und Alpträume. Bei der doch nahezu lieblichen Stimme von BLITZKID-Frontmann Argyle Goolsby (schauriger Frontmannenname...) bleiben Schrecken und Horrorvisionen allerdings oft so rar gesät wie Drogenkonsum beim Sandmännchen. Na und?

Trotzdem knallen die 15 Songs mitunter eine sinnliche Mischung aus geradem amerikanischem Punkrock, klaren Misfits-Kniefällen und Einschüben aus düsteren Balladen und metallischer Brettkante vor den Latz. „Head Over Hills“ oder „The Bat Whispers“ erklären, gepaart mit dem Angst einflößendem Coverartwork die Tatwaffe: Die Band aus West Virginia lädt ein zu größtenteils verzerrten Gitarrenwänden, schreckt aber auch mal vor (eher armseligen) Ska-/Saxophonausflüchten nicht zurück. Markant gespickt mit schaurigen Chören (auch hier wieder das volle und offensichtliche Misfits-Pfund!) und fast schon einen Hauch zu glattgebügelt lässt „Apparitional“ die Vorgängeralben der Hittauglichkeit halber nahezu auf der Strecke.

„She Won´t Stop Bleeding“ und „Moonlite Veins“ scheppern dynamisch, das zitternde Organ führt bei „The Awakening“ das Streichholz nahe an den lauten Benzinkanister heran. BLITZKID versprühen Abwechslung und Klasse, dulden ihren eckenweise jungfräulichen Sound stolz und wissen ihn lebendig und dynamisch in Sarggewand und nächtlicher Atmosphäre einzutüten, wenn man der Band auch gleich eine Art „musikalische Pubertät“ (nach über 14 Jahren Bandgeschichte?) nicht entziehen kann: Man bedient sich an allerhand Schubladen und Genresparten (Rockabilly, Hardcore, Schweinerock etc.), als liefe die Kreation des eigenen Stils stellenweise noch auf Hochtouren. Zweifel oder Gespött werden trotzdem nicht gereicht, die gestandenen Amis schwimmen stets oben auf der Welle. Dabei liegt das Positive so nah. „Apparitional“ macht einfach Spaß, funzt erhaben und durchgehend.
Mit dem Werk beweist „People Like You“ erneut Geschmack, Beständigkeit – und den richtigen Riecher für einfach gute Releases! Aus dem Winter ins Frühjahr dann bitte mit reichlich Horror!


Tracklist:

01. Head Over Hills
02. They're All Dead
03. Blutsauger
04. The Awakening
05. Mr. Sardonicus
06. Mr. Gore
07. The Bat Whispers
08. Wretched
09. The Perfect Sleep
10. Moonlite Veins
11. Cedar Bluff
12. Jane Doe # 9
13. Casque Of Amontillado
14. The Iscariot
15. She Won't Stop Bleeding

Alte Kommentare

von horrorpunk 01.03.2011 17:27

in der horrorpunkszene gibt es die schönsten frauen. die haben spitze zähne und scharfe lippen! if you know what i mean

von Marv 02.03.2011 00:42

Da bin ich ja gespannt! Von den Jungs kam bisher nur gutes, wobei die Trace of a Stranger bisher unerreicht ist.

Autor

Bild Autor

Moppi

Autoren Bio

Alt, langweilig, tierlieb.

Suche

Social Media