Plattenkritik

Blood Red Throne - Souls Of Damnation

Redaktions-Rating

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Release Date: 31.05.2009
Datum Review: 29.04.2009

Blood Red Throne - Souls Of Damnation

 

Irgendwann hatten Tchort (exEMPEROR, exSATYRICON) und Dod (exSATYRICON) die Schnauze voll vom norwegischen Black Metal und gründeten mit BLOOD RED THRONE eine Band, die amerikanisch geprägten, fett produzierten Death Metal spielt (wobei Tchort bereits erste Death Metal Gehversuche auf der ersten Promoscheibe von GREEN CARNATION unternahm). Allerdings mischten die Skandinavier auf ihren Vorgängeralben eine ordentliche Portion Teufelsmusik unter, die auf „Souls of Damnation“ nur noch sporadisch vorhanden ist. Schade, denn diese satanischen Bosheiten fehlen im Sound des neuen Releases, das somit etwas die Dunkelheit der Vorgänger vermissen lässt. Etwas langsamer sind BLOOD RED THRONE auch geworden, obwohl nach wie vor streckenweise ordentlich geblastet wird. „Souls of Damnation“ strotzt vor Energie und Groove. Immer wieder wissen die Gitarren zu gefallen, die sich disharmonisch duellieren oder vereint austoben. Da Fronter Vald sowohl die tiefen Growls genauso wie die abartigen Schreie beherrscht, sind die Grundvoraussetzungen für ein gelungenes Werk gut. Aber das Album hat den Haken, ohne Wiedererkennungswert und ohne wirkliche Überraschungsmomente auskommen zu müssen. Die vielen Breaks verlieren sich nach schneller Zeit und spätestens in der Mitte des Albums beginnt der Finger nervös an der Playerbedienung zu fummeln. Bei aller Komplexität und Brutalität von „Souls of Damnation“ fehlen kurz gefasst wirklich herausragende Songs, die zum wiederholten Hören animieren und das Album über die Latte „solider Durchschnitt“ heben.

Tracklist:
01. The Light, The Hate
02. Harme
03. Your Cold Flesh
04. Human Fraud
05. Demand
06. Throne Of Damnation
07. Prove Yourself Dead
08. Not Turgenjev, But Close
09. Ten Steps Of Purgatory
10. Manifest Of Lies *
11. Affiliated With The Suffering *
* Limited edition bonus tracks

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Clement

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Ich fühle mich zu alt

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