Plattenkritik

Blood Revolt - Indoctrine

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Release Date: 16.07.2010
Datum Review: 20.07.2010

Blood Revolt - Indoctrine

 

PRIMORDIAL Sänger A.A. Nemtheanga sagt selber über BLOOD REVOLT, das Projekt sei Metal mit Zähnen. Die Zähne heißen J. Read (REVENGE/CONQUEROR), Schlagzeug, und C. Ross (AXIS OF ADVANCE), Gitarre, Protagonisten also, die mit ihren Outputs die Rubrik "Krach von der Basis" fütterten. "Indoctrine" funktioniert aus dem Übereinanderlegen von A.A.'s stimmlicher Tragik und dem infernalen Geballer der kanadischen Extremmetal Instrumentalisten. BLOOD REVOLT gibt dem PRIMORDIAL Sänger endlich mal wieder die Gelegenheit, neben seiner episch, majestätischen, weinerlichen und oft viel zu aufgesetzten (das aber gewollten) traurigen Singstimme die Black Metal Keule längst vergessener Tage zu schwingen und beherzt ins Mikro zu rotzen. Das sind die Momente, in denen A.A. sich mit den Mitstreitern vereint und auf einer Ebene mit ihnen kommuniziert. Ansonsten leben der Death/Grind (der durch eine technisch perfekte, sehr roh inszenierte Arbeit hinter den Fellen betört) und Gesang in völliger Gegensätzlichkeit, wobei beiden gemein ist, in ihrer Welt als Eremit zu hausen. "Indoctrine" weicht nur in seltenen Momenten von diesem interessanten Schema ab, wenn wie oben bereits angesprochen auch andere Stile Einzug halten. So lassen sich in spärlichen Augenblicken Black Metal, Doom oder auch instrumentale Melodiebögen finden, die genauestens platziert sind. Denn sie kommen kurz bevor der Spannungsbogen überrissen wird und Alltag in das musikalische Treiben einkehrt. BLOOD REVOLT ist die Hochzeit von unkalkulierbarem Untergrund und kalkulierbarer Aufgesetztheit, "Indoctrine" das Kind einer Hochzeitsnacht, in der während des Paarungsakts von Zerstörung gesprochen wurde.

Tracklist:
1. Salvation At The Barrel Of A Gun
2. Dead City Stare
3. Bite The Hand, Purge The Flesh
4. Gods Executioner, Praise Be
5. My Name In Blood Across The Sky
6. Indoctrine
7. Year Zero
8. The Martyrs Brigade

Alte Kommentare

von Olivier H. 20.07.2010 13:31

sau gutes album! das schlagzeug ist einfach nur brachial und alan (der ohnehin zu meinen absoluten lieblingssängern gehört) bildet hier nen sehr interessanten kontrast.

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Clement

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Ich fühle mich zu alt

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