Plattenkritik

Bloodattack - Alphakiller

Redaktions-Rating

Info

Release Date: 17.05.2013
Datum Review: 14.05.2013

Bloodattack - Alphakiller

 

An BLOODATTACK können sich andere Bands definitiv eine große Scheibe abschneiden! Nicht in Bezug auf songwriterische Finessen oder innovative Abhandlungen im Bereich des Junkfood-Mixes aus Metal und HC. Sondern?

Punkt 1: Die Koblenzer sind schon seit einigen Jahren unterwegs und haben schon mehrere Alben veröffentlicht. Dennoch klingen sie so rotzfrech, so frei von der Leber und so Energie geladen, dass es eine wahre Freude ist (das war Punkt 2). Punkt 3 - 8: Anstatt auf ultrafettgetriggerten Kliniksound oder abgedroschene Gitarrenläufe zu setzen, garnieren sie ihren „Alphakiller“ mit Dreck, Rotz und wutentbrannten, sich vor Heftigkeit im Anschlag überschlagenden Stimmbändern. Von Beginn an zeigt das dem Rudel voranstehende Tier seine Zähne und beißt aggressiv jedem talentlosen Troll in den Arsch. Zudem offenbart sich aus den Startlöchern ein unwiderstehlicher Mix aus diversen Stilarten (sehr geil die Thrash-Läufe der Marke SLAYPULTURA), dem als Spannungsbogen eine punkige DIY-Attitüde als Steiger vorgesetzt. Dieser ist dann in einem nach US-amerikanischem Death Metal der Anfangstage schmeckendem Teint (AUTOPSY, OBITUARY) gehüllt worden. Dieses Konglomerat aus alten, aber auf frisch gepimpten Zutaten dirigiert die Tracklist immer in extrem aggressivem und wegen der vielen Tempiwechsel dynamischem Fahrwasser, ohne jedoch das ein oder andere Gimmick außen vor zu lassen.

Das zeigt vor allem die Intention, sich, die Szene und das Leben nicht allzu ernst zu nehmen respektive schimmert auf der anderen Seite (schön manifestiert durch das Artwork in Verbindung mit dem Titel) auch ein ernster Blick durchs Thema Mensch.

Punkt 9:
01. My Inner Wasteland
02. Aversion
03. One Man Unity
04. Not Like You
05. Mastaffe
06. Back To The Past
07. Fall As One
08. Gott aus dem Viereck
09. Urin

Alte Kommentare

von Daniel Bloodattack 14.05.2013 15:59

Starkes Review, Danke!

von Peter Blodattack 15.05.2013 23:18

Sauber Clement die Gästelistenplätze und die kiste Bier gibts dann nächste Woche. hau rein!

von Clement 16.05.2013 08:16

@Peter Blodattack: ich trinke ausschließlich alkfreies weizen!

von WAS 16.05.2013 17:09

alkfreies Weizen? HÄNGT IHN!

von Für was? 19.05.2013 18:48

Gestern auf der Release Show in Koblenz live gesehen und muss sagen das es einfach nur schwach war. Den Songs mangelt es an Höhepunkten und die Bühnenpräsenz ist für ne Band die schon so lange dabei ist eher kümmerlich. Auch die Ansage noch VOR dem ersten Track "kein violent dancing" ist zweifelhaft, so hat sich niemand getraut sich überhaupt zu bewegen. Aber das gehört hier nicht hin, geht ja um das Album.

von Eindeutig 20.05.2013 15:38

ist die Aufforderung kein Violent Dancing zu betreiben vollkommen fehl am Platz. Wenn er jetzt noch gesagt hätte dass bitte kein "Crowdkilling" betrieben werden sollte dann wäre das Dreams wohl in schwarzes Loch aufgesogen worden und der Hardcore hätte den traurigsten Tag seines Daseins erlebt.

von Daniel Bloodattack 20.05.2013 16:08

Hallo meine lieben, anonymen Zentren dieses Universums, unser Basser hat bei einer der Bands vor uns einen Tritt in Brust/ Bauchhöhe (als Außenstehender) abbekommen, der wohl gesessen hat. Darauf haben wir KEINEN BOCK. AUF UNSEREN SHOWS WERDEN KEINE AUSSENSTEHENDEN GETRETEN - GEKICKT ODER SONSTWAS. Ihr könnt von mir aus pogen, stage diven oder euch vor der Bühne mit Scheisse beschmeissen - ABER ES WERDEN KEINE AUSSENSTEHENDEN VERLETZT! Auf unserer 7inch-Releaseparty im Jam im August 2012 habe ich die gleiche Ansage gemacht. Da gings trotzdem gut ab. Man kann sich auf HC-Shows auch ohne Kickbox-Moves bewegen: http://www.youtube.com/watch?v=a_7CadidKjo Diskussion beendet. MFG DANIEL BLOODATTACK

von @Daniel 20.05.2013 17:07

Sehr gute Einstellung!

von Andi# 20.05.2013 17:38

Lol, wie armseelig ist dich HC Gemeinde inzwischen geworden, wenn sie bei der Bitte, kein violent dancing zu machen, nicht mehr weiß, was sie sonst machen soll. Als ich noch immer mittendrin war, gings auch nie ohne blauen Flecken von einem Konzert weg und da war der Begriff noch nicht in aller Munde. Jetzt stehen sie alle am Rand und wenn sie sich mal bewegen, kennen sie nur Breakdance like Kickboxmoves zur Selbstbeweihräucherung. Scheiße auf HipHop Attidüde....

von mosh warrior 21.05.2013 09:19

aber pogo machen doch nur fiese schimmel punks und beim stagediven könnte ich mich am ende ja selbst verletzen! mit den kicks und schlägen richtung unbeteiligte umherstehende wird doch nur versucht, die stimmung anzuheizen. /ironie aus

von ich 21.05.2013 13:04

genau das ist der Grund warum mir "HC" shows keinen Spaß mehr machen.war das immer schön früher in dem verschwitzten Gedränge,pogend,divend nach Luft schnappen,halt voll das Chaos.Heute sieht man nur noch komplexbehaftete Kleingeister,die nen sportlichen Ausgleich suchen und meinen das ihnen der pit gehöre,armseelig ist das...

von m0re 21.05.2013 13:20

cmts like Cunthunt 777?!

von Pöffke 22.05.2013 14:59

Violent-Dancing und Pogen? Ihr Dorfrocker...

von Andi# 24.05.2013 11:08

Zwischen sich besoffen anzuspringen und sich mit voller Wucht in die Fresse zu treten, gibts noch ne Menge andere Möglichkeiten, jedenfalls wenn man geistig nicht allzu begrenzt ist.

von Leider 25.05.2013 13:23

ist ein Großteil der heutigen Hardcore"szene" geistig ziemlich begrenzt.

von mArrius 31.05.2013 20:35

kommt halt drauf an, was mensch unter hardcore versteht. Bei Touché Amoré oder Gorilla Biscuits hab ich bissher immer eine recht gute stimmung erlebt. Bei Refused war die stimmung auch super. The Effort kamen ach komplett ohne boxen und dritten zurecht.

von Andi# 31.05.2013 23:29

Hardcore ist musikalisch ja auch die indifferenteste Musikrichtung überhaupt, die sich vor allem über die Szene definiert. Reiner Punk, wuchtiger Old Hardcorebands, New School, Tough Guy, reiner Metal, Emo whatever, du wirst von Minor Thread bis Heaven Shall Burn zig Bands finden, die im Hardcore geboren sind, musikalisch aber nichts miteinander zu tun haben. Leider ist der Unitygedanke einfach nicht mehr präsent, was man an der Art des Tanzens ganz gut sehen kann.

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Clement

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Ich fühle mich zu alt

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