Plattenkritik

Bloodsimple - Red Harvest

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Release Date: 07.12.2007
Datum Review: 27.11.2007

Bloodsimple - Red Harvest

 

BLOODSIMPLE wurde von den ehemaligen VISION OF DISORDER Mitgliedern Tim Williams (Gesang) und Mike Kennedy (Gitarre) gegründet. 2005 erschien mit „A Cruel World“ das Debütalbum der Band. Und nun liegt 2 Jahre später mit „Red Harvest“ der Nachfolger in den Startlöchern. Und der beginnt mit einem Ausschnitt des THE DOORS Klassikers „The End“, den ich hier kurz zitieren möchte:





The killer awoke before dawn
He put his boots on
He took a face from the ancient gallery
And he walked on down the hall
He went to the room where his sister lived
And then he paid a visit to his brother
And then he walked on down the hall
And he came to a door, and he looked inside
"Father?" - "Yes, son?" - "I want to kill you,
Mother, I want to….FUCK YOU"

Und ab da gibt es keine Grenzen mehr, die Band öffnet sich allen modernen musikalischen Ausrichtungen, entzieht sich aber einer genauen Kategorisierung. Man kann nicht einfach die Metalcore-, Hardcore- oder sonstige Metalschublade aufmachen und die Band dort einpferchen. Es sei denn, die Aufschrift lautet: BLOODSIMPLE. Die New Yorker haben es geschafft, ihre musikalischen Visionen absolut stimmig und relaxt rüberzubringen. Und sie sind dabei so verdammt abwechslungsreich. Die Bandbreite geht vom Nu Metal zu einfühlsamen Sprechgesang bis hin zum Doom, von Thrash Metal Riffing bis hin zu Hardcore Sequenzen. Und das alles so in einer nie überladen oder zu kopflastig wirkenden Schnittmenge vereint.
Wissen muss man, dass das lyrische Konzept des Albums auf einer Detektivgeschichte aus dem Jahre 1929 basiert. Dashiell Hammets Roman „Red Harvest“ (Rote Ernte) gehörte damals zu den gewalttätigsten Veröffentlichungen dieses Genres. Und dieses Einbeziehen in eine Geschichte ist BLOODSIMPLE auf diesem Album gelungen, denn man wird Teil dieses Werkes. Und das macht die Band für mich so einzigartig, da sie den Hörer interaktiv in ihre Musik einbindet, ihn intensiv damit beschäftigt. Für mich ist „Red Harvest“ ein Album geworden, dass seiner Zeit weit voraus ist und wegweisend für den modernen Metal sein könnte.

Tracklist:
1. Ride With Me
2. Red Harvest
3. Dark Helmet
4. Dead Man Walking
5. Out To Get You
6. Suck It Up
7. Death From Above
8. Whiskey Bent And Hellbound (Hellmyr)
9. Killing Time
10. Truth (Thicker Than Water)
11. Numina Infuscata

CD-TIP!!

Alte Kommentare

von Der Sänger von Aiden 27.11.2007 15:35

Gute Rezension!!! Mir persönlich fällt der angesprochene Nu-Metal-Anteil ein wenig zu hoch aus. Dennoch kann man den Jungs nicht vorwerfen sich zu stark an irgendwelche Trends anzubiedern. Die kochen ihr ganz eigenes Süppchen. Hätte mir bei den Mitgliedern ein paar andere Einflüsse gewünscht. Da sind sie halt wieder: Die HC-Scheuklappen...

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Clement

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Ich fühle mich zu alt

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