Plattenkritik

Bouncing Souls - The Gold Record

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Release Date: 02.06.2006
Datum Review: 20.05.2006

Bouncing Souls - The Gold Record

 

Ich kann mich noch genau daran erinnern, wie ich das erste mal auf New Jerseys BOUNCING SOULS traf. Die begnadeten Herren von YOUTH BRIGADE hatten sich ihre damaligen Labelkollegen geschnappt und sind mit ihnen durch die kleinen Clubs Deutschlands getingelt. Es war die Zeit als "Maniacal Laughter" gerade erschien und ich derart von den Jungs angetan war, dass ich sie mir sowohl in Peine als auch in Salzgitter anschaute. Damals sah Greg Attonito noch ziemlich abgefuckt aus und stolperte kreidebleich über die Bühne. Einige Jahre später erwischte ich die SOULS mal wieder auf Tour, diesmal waren sie die Vorband von NOFX und Attonito tänzelte mit schwarzem Hemd und Krawatte durchgestylt über die große Bühne. Der Band sei dies und ihr Erfolg 100 prozentig gegönnt, denn bis heute ist man sich absolut treu geblieben und zauberte Hymnen wie "True Believers" oder auch "Born To Lose" in die Herzen der verschiedensten Punkrockgenerationen.

Trotz den fast 20 Jahren, die die Band auf dem Buckel hat, hatte man bisher noch keine goldene Platte, Grund genug für die BOUNCING SOULS ihren neusten Streich mit "The Gold Record" zu betiteln. Mit den 12 Songs der Scheibe ist man sich wie immer treu geblieben, liefert melodischen Punkrock mit der absolut einzigartigen Stimme von Attonito und schüttelt wieder jede Menge Hymnen aus dem Ärmel. Bereits der Opener "The Gold Song" erfüllt sämtliche Ansprüche und ruft temporeich zum wilden Circlepit. Etwas poppiger und dafür noch mitreißender erweist sich die große Hymne "Sounds Of The City" die mit wenigen Akkorden und schönen Singalongs mal wieder alles richtig macht. Der äußerst poppige "The Pizza Song" zeigt sich experimentell mit Akkordeon und Bläsereinsatz ohne dabei in Richtung Ska abzudriften und auf "Sarah Saturday" erkennt man Attonitos Stimme eigentlich erst beim Chorus. Mit "Lean On Sheena" kehren die Jungs wieder zum bewährten Erfolgsrezept zurück. "Letter From Iraq" hat einen direkten Bezug zu einigen GIs, die Band auf einem Gig in Schweinfurt kennerlernte und die wenig später in den Irak mussten. Einer der GIs schrieb regelmäßig Briefe in denen er die Hölle, die er durchlebte beschrieb. Der Song behandelt dieses Thema. Resümierend ist "The Gold Record" ein weiteres BOUNCING SOULS Album, welches jeden Fan zufrieden stellen sollte, vielleicht klappt es dieses mal ja auch mit dem Gold Status.


Tracks:
1 The Gold Song
2 So Jersey
3 Sounds Of The City
4 The Pizza Song
5 Sarah Saturday
6 Better Things
7 The Messenger
8 Lean On Sheena
9 Letter From Iraq
10 The New Thing
11 Midnight Mile
12 For All The Unheard

Alte Kommentare

von newamp 23.05.2006 08:09

nothin\' gold can stay, alda!

von ... 12.06.2006 19:22

endlich wieder n neues album! viele sing-a-longs,und viel neues experimenteles der band. cooles album 9/10

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Torben

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Allschools Chef

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