Plattenkritik

Boy Omega - The Ghost That Broke In Half

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Release Date: 13.11.2009
Datum Review: 29.10.2009

Boy Omega - The Ghost That Broke In Half

 

"The Ghost That Broke In Half" ist das sechste Album von BOY OMEGA und entstand nach eigenen Angaben von Martin Henrik Gustafsson komplett in seinem Heimstudio. Dabei sagt er selbst, dass das zu 88% aus Liebe zu spontanen Kompositionen und aus niedlichen 12% wegen finanziellen Engpässen geschah. Romantisch und auch noch wirtschaftlich mitdenkend nahm er unter seinem Alias BOY OMEGA also ein tolles Album mit gewohnt hinreißendem Songwriting auf.

Denn BOY OMEGA, so titelte schon manches Blatt, ist Songwriting. Die These mag dahingestellt bleiben, jedoch ist auch "The Ghost That Broke In Half" ein ziemlich textintensives Album und hinterlässt den Hörer zumeist mit dem berühmten Grübeln im Kopf. Mit Freunden wie Rasmus Kellermann, der erst neulichs sein Kollektiv TGR LOU auflöste, Andrea Kellermann von FIREFOX AK und Emelie Molin von AUDREY zauberte Gustafsson also jenes Album, welches mit Lyrics so fasziniert und vom musikalischen zeitweise so enttäuscht.

Denn wo die SHOUT OUT LOUDS zeitweise wie die Kopie der fröhlichen THE CURE klingen, so klingt BOY OMEGA auf diesem Album eher nach dem traurigen Robert Smith. Man nehme "Dinosaur Drugs", welches ganz sicher prima auf das nächste THE CURE Album gepasst hätte und eigentlich auch der einzige, wirklich erwähnenswerte Song des Albums ist. Der Rest ist zwar toll und stets auf hohem Niveau, jedoch fließt "The Ghost That Broke In Half" größtenteils so vor sich hin. Und das ist das große Problem. Songs wie "Eta Carinale" oder "ALH 84001" wirken nicht wie die instrumentelle Auflockerung sondern klingen viel eher wie Lückenfüller eines ansonsten wirklich okayen Albums. Doch "wirklich okay" ist eben auch nicht "so super wie die Vorgänger". Zu plätschernd, teils zu vorausschauend und manchmal gar langweilig klingen die Songs und lassen den Hörer oftmals zu einfach los. Aber was soll's. Wer sich sich über Jahre mit Qualität bewährt hat, der darf auch mal das Mittelmaß erreichen und beim nächsten Album schlichtweg komplett überzeugen.

Tracklist:

Black Metal Fairies
Follow The Herd
No Light in the Lantern
Levitation
Dinosaur Drugs
Eta Carinae
Red Rock
I Spawn Monsters
The Laughing Gas
ALH 84001
Land Mines
Nach Himmel
Roll The Dice
6EQUJ5
To Let Go

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Raphael

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