Plattenkritik

Boys Night Out - s/t

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Release Date: 22.06.2007
Datum Review: 18.06.2007

Boys Night Out - s/t

 

BOYS NIGHT OUT haben nicht wenigen vor den Kopf gestoßen, als vor einiger Zeit ihr zweites Full-Length „Trainwreck“ erschien. Das Album wirkte sehr experimentell und vertrackt und büßte viel von der extremen Eingängigkeit seines Vorgängers „Make Yourself Sick“ ein. Nun erscheint in den nächsten Tagen das mittlerweile dritte und selbstbetitelte Album der Kanadier, dem ich eher mit gemischten Gefühlen entgegenblickte.

Doch zu meiner eigenen Überraschung muss ich gestehen das BOYS NIGHT OUT viel von ihrer verloren geglaubten Eingängigkeit auf ihrem neuen Album wiederentdeckt haben. Erneut erwaret den Hörer ein extrem poppiges, aber zugleich hinter der vermeintlich fröhlichen Fassade, ziemlich düsteres Output. Die Tracks sind zum Teil Indie-Lastiger geworden und überzeugen durch verdammt viele catchy Melodien, die man bereits auf dem ersten Output der Band in einer ähnlichen Form vorfinden konnte. Natürlich klingt BOYS NIGHT OUT anno 2007 wesentlich erwachsener und reifer, ohne jedoch in die erneute Fall zu tappen zu vertrackt zu klingen. Mit Songs, wie ‚The Push And Pull’, ‚Get Your Head Straight’ und ‘The Heirs Of Error’ sind der Band gelungene und extrem eingängige Nummern gelungen, die den Ärger um das zeite Album vergessen lassen. Ihre düstere Seite erfährt man dennoch, vor allem der Song ‚Up With Me’ erscheint in einem solchen Gewand und sorgt für ein angenehmen Kontrastprogramm zu den restlichen Tracks. Letztendlich bringt es BOYS NIGHT OUT in dem Song ‚Reason Ain't Our Long Suit’ perfekt mit der Zeile “We Are Better Than Ever” auf den Punkt. BOYS NIGHT OUT punkten durch catchy Arrangements, nie zu stereotypischen Texten und einer verdammt gelungene Produktion, die die Band zu keinem Zeitpunkt zu glattgebügelt zeigt. Ein schönes Album, dass Fans des ersten Albums erneut munden dürfte, auch wenn es ein wenig Zeit braucht um seine volle Wirkung zu entfalten.

Tracklist:

1. Get Your Head Straight
2. Swift And Unforgiving
3. The Push And Pull
4. Up With Me
5. The Heirs Of Error
6. Let Me Be Your Swearword
7. Hey, Thanks
8. Fall For The Drinker
9. Apartment 4
10. Reason Ain't Our Long Suit
11. It Won't Be Long

Alte Kommentare

von fu 20.06.2007 00:22

die platte ist, leider, schlicht gesagt ziemlich langweilig.

von shy 20.06.2007 10:47

mir gefällt es, besonders die erste hälfte ist klasse..

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Dario

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