Plattenkritik

Break Anchor - Van Down By the River

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Release Date: 07.04.2015
Datum Review: 19.03.2015

Break Anchor - Van Down By the River

 

Jason Navarro ist alt genug und hat das alles schonmal erlebt. Das mit dem Punk, das mit den Skateboardschuhen und die Nummer mit den leeren Bierdosen. Nur von Ska und Lynn Anderson will er heute die Finger lassen.

Einen wirklich dauerhaften Schlussstrich gab es bei der Vorgaengerband von BREAK ANCHOR nicht. Die SUICIDE MACHINES veroeffentlichten Alben auf allen Leveln, tourten um die Welt und taten sich hier und da fuer Festivalbillings wieder zusammen. Im Hintergrund agierte Frontmann Jay ueber die letzten Jahre aehnlich mit BREAK ANCHOR, nur das Volumen wurde stets gedrueckt. Mehr Punk als Pop, klingt das Debut der Band aus Detroit nun wie die Hochzeit AVAILs mit den SWINGIN UTTERS. Viel Wind und politische Ankreidung, Selbstzweifel und die notwendige Kur zum Runterspuelen. "I'm Sorry" entschuldigt sich wortwoertlich, vorher stellt sich "First World Problems" als grantiger Singalong-Opener vor.

BREAK ANCHOR spielen verwachsene wie lebhafte Songs, die "Bang Bang" oder "Black Hearts And Blackouts" heissen und sich eher ueber ihren Charakter als ueber zu viele Spielereien definieren. Selten nur klingt der Ex-Arbeitgeber in Navarros Gesang durch, zum Stimmband-Wecker "West Alexandrine" braucht es aber noch immer keine kuenstlich angelegten Choere fuer den noetigen Druck. "Gone" wuerde sich auf dem naechsten BANNER PILOT-Album heimisch fuehlen, "18 Winters" zerrt vielleicht aus den Parallelen zu ALKALINE TRIOs Derek Grant, der sich in den Neunzigern ebenfalls im Tourvan der SUICIDE MACHINES einschloss. "Van Down By The River" ist nicht immer so infektioes wie es der Handkantenschlag-Punk und das Gespuer der Band aus Detroit zu lassen wuerde. Jedes Segment von "Beyond Occupy" tauchte bereits in der Genre-Nachbarschaft auf - "I don't want violence - but there is no other way" groehlt Navarro abschliessend hoffentlich nicht ohne Augenzwinkern. Der Balladenversuch "Done And Out" haette intensiver ausgeschmueckt werden koennen, das beiweisen die wirklich juckenden Momente unter den dreizehn Songs. Dennoch kratzt und poltert auf "Van Down By The River" genug, um die Idee mit dem Rollbrett und der Kumpelrunde unten am Fluss noch einmal aufzugreifen.

Tracklisting:

1. First World Problems
2. I'm Sorry
3. Fell Part
4. Bang Bang
5. West Alexandrine
6. Gone
7. Beyond Occupy
8. 18 Winters
9. Done and Out
10. DWFKWTME
11. Acronyms
12. Black Hearts and Blackouts
13. 2,000 Miles

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Moppi

Autoren Bio

Alt, langweilig, tierlieb.

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