Plattenkritik

Broadway Calls - Toxic Kids

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Release Date: 30.09.2011
Datum Review: 04.10.2011

Broadway Calls - Toxic Kids

 

Eene Meene Muh – und raus war der Mann am Viersaiter: Nachdem Matt Koenig wegen scheinbar fehlendem Enthusiasmus Songwriting und Freundschaft betreffend vor gut einem Jahr vor die Proberaumtür gesetzt worden war, schleichen sich mit „Toxic Kids“ die ersten Erträge vom Konto der Band aus dem wunderbaren Oregon durch die Studiotür ins Grüne. Nach wie vor, ob nun von menschlicher Seite arschig oder berechtigt, fährt die schnaufende Lok mit Ty, Josh – und heute eben Adam Willis statt Koenig – nur mit glatt gehacktem Popfeuerholz und feiertagstauglichem Surf-Feeling-Zunder durchs Land.


Kaum ein Moment bleibt zum Überlegen oder Zweifeln, ob im BROADWAY CALLS-Bahnhof Ecken fehlen oder Kanten faulen: „.I’m So Ready To Be Done With My 20′s“ klingt wie der obere Hemdknopf, den „Good News, Bad News“ noch zum Durchatmen geöffnet lies – der 2011 jedoch guten Gewissens vom linksküstenamerikanischen Trio geschlossen werden kann. Zurückgelehnt und von langen Sommertagen geschwängert, klingeln vertraute Harmoniegesänge in den Ohren, bevor „I Never Made The Team“ mit schillernd tragendem Ohrwurmrefrain auf eine erste Anspielung im Bezug auf die Ex-Besetzung schließen lässt. BROADWAY CALLS klingen während des 18-minütigen Auftritts nicht auffällig überproduziert, nicht reingewaschen oder verhunzt – sondern angenehm ehrlich und erfrischend. „Toxic Kids“ schwitzt im selben Pit wie er zum selbstbetitelten Debüt 2007 erst in den USA, dann auch bei uns in Europa entstand – und auch der Appetizer „Horizons And Histories“ schwillt mit „OhOh´s“ für jedermann und melodischem Looping(t)ritt schnell auf hitverdächtige Medizinballgröße an.

In den mikrofonierten „Atomic Garden“-Hallen (u.a. auch DEAD TO ME, ROCKY VOTOLATO, FUNERAL DINER) von COMADRE´s Jack Shirley aufs Band gehievt, vermag „Toxic Kids“ sich wieder mehr der Punkrocksparte als der Singleauskopplungswelt zu widmen, was nicht durchgehend an den Arrangements als vor Allem am Sound der überfälligen EP liegt. Ty Vaughn´s warme und vertrauenswürdige Stimme und die beinahe minimalistische Rockkesselarbeit des sympathischen Glatzkopfes Josh bleiben treu und stilistisch markant auf den Gleisen zurück, bevor „Stealing Sailboats“ die traurige und akustische Wahrheit mit Lagerfeuerstimmung und Verandasound offenbart: „I´m On Fire Constantly...“ Und das (zum Glück) auch ohne einen Mister Matt Koenig am Bass.

Trackliste:

1. I’m So Ready To Be Done With My 20′s
2. I Never Made The Team
3. Denver
4. Toxic Kids
5. Horizons And Histories
6. Stealing Sailboats

Alte Kommentare

von Was soll das? 04.10.2011 16:12

linksküstenamerikanischen Trio? Rockkesselarbeit? gehacktem Popfeuerholz? Singleauskopplungswelt? Sorry, aber unsere Sprache lässt einiges mit sich anstellen, doch vergewaltigen sollte Sie niemand! Dies ist unterirdisch schlecht!

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Moppi

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Alt, langweilig, tierlieb.

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