Plattenkritik

Broken Social Scene - Lo-Fi For The Dividing Nights

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Release Date: 30.04.2010
Datum Review: 25.05.2010

Broken Social Scene - Lo-Fi For The Dividing Nights

 

Wer sich noch nicht so ganz sicher ist, ob der Kauf des neuen BROKEN-SOCIAL-SCENE-Albums „Forgiveness Rock Record“ lohnt, könnte vielleicht in deren neuen EP „Lo-Fi For The Dividing Night“ ein brauchbares Argument finden. Die liegt nämlich beim Kauf von „Forgiveness Rock Record“ ausgewählten Plattenläden als Downloadcode bei und kann mit 12 neuen Songs aufwarten, welche parallel zu den Aufnahmen des Hauptwerks – quasi, laut Promobrief, „im Nebenzimmer“ – entstanden sind. 12 Songs heißt hier aber nicht viel, die Songs sind relativ kurz gehalten (durchschnittlich 1-2 Minuten „lang“) und kommen zudem recht minimalistisch, ja größtenteils auch instrumental daher. Schnell merkt man eben, dass dieses Werk völlig gelöst von jeglichen Druck als Experiment entstand, welches wohl erst zufällig am Ende des Tages unter dem Banner „Release“ – wenn man diese EP überhaupt so nennen darf – lief. Konventionen? Strukturen? Roter Faden? Alles nebensächlich. „Lo-Fi For The Dividing Night“ ist eine völlig gelöst daher plätschernde Ansammlung von eher sphärisch gehaltenden, ohne großen Bombast auskommenden Songs. Eine Ansammlung von zahlreichen kleinen Soundschnipseln, eine Ansammlung von vielen kleinen Ideen – und all das nur selten unterlegt mit Gesang, welcher wenn dann auch nur eine recht untergeordnete Rolle spielt. Das klingt letztlich alles ganz nett, wirkt als Ganzes aber erwartungsgemäß heterogen und taugt mehr zum entspannten Nebenbei-Hören als zum aufmerksamen Konsum. Daher: Als kostenloser Bonus (zum – was ja auch noch mal gesagt werden muss – sehr gelungenen Hauptwerk) sicherlich nett, als einzelnes Werk aber nicht unbedingt der Rede wert.

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Olivier H.

Autoren Bio

"They said, Do you believe in life after death? I said I believe in life after birth" - Cursed

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