Plattenkritik

Brother And Bones - To Be Alive

Redaktions-Rating

Info

Release Date: 19.09.2013
Datum Review: 14.02.2014

Brother And Bones - To Be Alive

 

Soviele Züge, auf die BROTHER & BONES mit ihrem Talent aufspringen könnten, würden ihre Beine sie nur schnell genug tragen. Für ihre neue EP haben sich die Briten zunächst die modernsten Beschleunigungshilfen angeschafft, die der Markt hergab.

Das entzückende Klavier zu "Lost As One" ist nur der Anfang. "Warte, bis der Gesang einsetzt", stochern Besserwisser und freuen sich schon, mit MUMFORD & SONS-Querverweisen um sich zu schmeißen. Dabei holen die adretten Gentlemen um Sänger und Vorzeigeholzfäller Richard Thomas so ziemlich alles aus jedem der fünf Songs, was sich irgendwo irgendwie gesund unterbringen lässt: "Long Way To Go" bietet das Theatralische, die stadioneske Percussion und ein ansehnlich auf und ab wanderndes Lautstärkespektrum.
Der Titelsong zögert zunächst mit folkigem Marsch-Beat nebst flachem Hintergrundgeschehen, bevor die Band einen ganzen Vulkan aus vitalem Bass, Chören und Gitarreninteraktion auftischt. BROTHER & BONES könnten sich blind auf ihren Frontmann verlassen, der als lebendes Beispiel für das lohnende Ergebnis harter (Tour-)Arbeit gilt.
So würden die zahlreichen Spannungsbögen von "Raining Stone" und die vielen aufregenden Details, die sich über die schaurig-schön gestapelten Melodien verteilen jedoch wohl nie das Tageslicht erblicken. Sollen sie ruhig weiter buhlen: THE DEAD WEATHER, KINGS OF LEON - und wie sie nicht alle heißen - sind herzlich eingeladen die zur Verfügung stehenden Credits von "To Be Alive" einzusacken. An ihnen ist es dann allerdings als nächstes, mit Thomas und Co. Schritt zu halten. Egal, wie schnell und wohin der Zug zu jenem Zeitpunkt fahren mag.

Trackliste:

1. To Be Alive
2. Raining Stone
3. Lost As One
4. Long Way To Go
5. Gold And Silver

Autor

Bild Autor

Moppi

Autoren Bio

Alt, langweilig, tierlieb.

Suche

Social Media