Plattenkritik

Bruce Springsteen - Devils & Dust

Redaktions-Rating

Info

Release Date: 01.01.1970
Datum Review: 29.04.2005

Bruce Springsteen - Devils & Dust

 

Der Boss meldet sich drei Jahre nach "The Rising" mit seinem mittlerweile 19. Album namens "Devils & Dust" erneut zu Wort. War "The Rising" noch äußerst stark von den Ereignissen des 11. Septembers geprägt und formulierte die Gefühle und Emotionen einer ganzen Nation, werden mit dem Titeltrack des aktuellen Albums lediglich die derzeitigen Konsequenzen aus den Terroranschlägen thematisiert.

Generell ist "Devils & Dust" in einer Reihe mit Alben wie "Nebraska" und "The Ghost Of Tom Joad" zu sehen, und BRUCE SPRINGSTEEN zeigt sich ohne die E-Street Band in minimalistischen Arrangements bei denen primär seine Geschichten in den Vordergrund gerückt werden, häufig wird er lediglich von der selbst eingespielten Akustikgitarre und dezente Keyboards begleitet. SPRINGSTEEN erzählt beispielsweise in "Matamoros Banks" von den häufig tragischen Schicksalen vieler illegaler Einwanderer, die sich auf dem Weg über die Landesgrenze durch Wüsten und Berge schlagen und dabei häufig ums Leben kommen. An anderer Stelle dürfte der Boss das prüde Amerika mit seinen Schilderungen über den Besuch eines Mannes bei einer Prostituierten und dessen, beim eigentlichen Akt abschweifenden Gedanken an seine wahre Liebe und den entsprechenden Details ziemlich vor den Kopf stoßen.

Songwriter SPRINGSTEEN zeigt sich nur auf einem seiner 12 neuen Songs, zumindest ansatzweise, als Rocker. "All The Way Home" bewegt sich im etwas schnelleren Midtempo und fällt aufgrund der dennoch dezenten Untermalung mit Mundharmonika und Drums keinesfalls aus dem Gesamtrahmen. Generell sind die Songs auf "Devils & Dust" von Countryeinflüssen stark durchsetzt, Rock, Folk und Blues finden jedoch auch ihren Platz. Die limitierte Version von "Devils & Dust" kann übrigens zusätzlich mit einer Bonus DVD punkten, auf der sich zum einen das komplette Album in Dolby 5.1 Abmischung befindet, und zum anderen 5 Songs des Albums als Video und nur mit Akustik-Gitarre und Mundharmonika dargeboten werden. Der Boss höchstpersönlich erzählt an dieser Stelle kleinere Geschichten zu seinen Songs. Wer also SPRINGSTEEN in der Rolle des nachdenklicheren Geschichtenerzählers geliebt hat wird hier definitiv auf seine Kosten kommen.


Tracklist

1. Devils & Dust
2. All The Way Home
3. Reno
4. Long Time Comin'
5. Black Cowboys
6. Maria's Bed
7. Silver Palomino
8. Jesus Was an Only Son
9. Leah
10. The Hitter
11. All I'm Thinkin' About
12. Matamoras Banks

Autor

Bild Autor

Torben

Autoren Bio

Allschools Chef

Suche

Social Media