Plattenkritik

Brutal Truth - Evolution Through Revolution

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Release Date: 24.04.2009
Datum Review: 06.05.2009

Brutal Truth - Evolution Through Revolution

 

Klarer Fall für „Platte beim falschen Rezendenten gelandet“. Was die Grind-Fraktion zurzeit so höllig abfeiert muss ja ausgerechnet bei mir landen. Dabei dachte ich eigentlich ich wäre schon zu Genüge abgestumpft, könnte so manch Dissonanz der Härte über mich ergehen lassen (ich meine hey, „Solace“ von ION DISSONANCE gehört zu meinen absoluten Lieblingsalben!). Falsch gedacht. Doch jene Fraktion dürfte von meinem bedeutungsfreien Worten eh unbewegt bleiben, und so ist das diesmal einfach eine Rezi für die Fraktion der meiner: Die Nicht-Grinder.

Und wo fängt man bei so einer Rezension an? Wohl am besten bei einer Klarstellung der Dinge. Grind, joar, das mag man als stilistischen Einwand, dieses punkige Gepolter, auf dem schmalen Grad zwischen „Mach den Lärm aus, Junge!“ und „Schatz, ich glaube unser Sohn braucht ärztliche Hilfe“. Es darf nur nicht zu viel sein. So ist das jedenfalls bei mir. Auf Dauer ist das jedoch zu monoton, zu nervtötend. BRUTAL TRUTH, die alten Grind-Heroen auf ihrem Comeback-Zug, tun da auch echt ihr bestes, um den Hörer wirklich sämtliche Nerven zu rauben: Blasts on Mass, völlig unerwartete Tempowechsel sowie in den Wahnsinn treibende Melodieführungen machen es den Hörer wirklich nicht leicht. Um aber zu erkennen, dass sich im Zuge allem Geballer überhaupt etwas verändert, sollte man schon aufmerksam vor der heimischen Anlage sitzen; gemütliche Hintergrundmusik ist „Evolution Through Revolution“ keineswegs. Und wenn es mal etwas ruhiger, ja schleppender wird, dann ist auch das keine einfache Kost, viel eher für die meisten Hörer dank kranker Vocals (in diesem Fall stelle ich die Qualität dieses Prädikats mal offen) ebenso nervtötend.

Zu welchem Fazit darf ich kommen? Die Euphorie, die in Internetforen oder anderen Rezensionen über diese Platte herrscht, kann ich keineswegs teilen; „Evolution Through Revolution“ reißt mich zu keiner Sekunde mit, will da viel eher von mir augenblicklich aus dem CD-Player gerissen werden.

Die Verspätung der Rezension lässt sich im Übrigen dadurch erklären, dass ich dem Teil wirklich eine Chance gegeben hab. In dem Sinne: Viel Spaß beim zerreißen!

Alte Kommentare

von sikfuk 06.05.2009 15:29

In der Tat kein leichtes Album. Spieltechnisch durchaus beeindruckend, aber kompositorisch fast schon an der Grenze der Unhörbarkeit. Fans des Debüts werden sich zu Recht mit Grausen abwenden, jeder, der die Band seit "Kill, Trend, Suicide" kniend hört, sollte aber ein Ohr riskieren.

von sascha 08.05.2009 15:16

Unglaublich fettes Album!

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Olivier H.

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"They said, Do you believe in life after death? I said I believe in life after birth" - Cursed

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