Plattenkritik

Buckcherry - 15

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Release Date: 20.10.2006
Datum Review: 17.09.2006

Buckcherry - 15

 

Nach zwei vielversprechenden Releases sind die 1995 gegründeten BUCKCHERRY plötzlich in der Versenkung verschwunden. Was war los? Ihr selbstbetiteltes Debütalbum und das folgende "Time Bomb" waren durchaus arschtretende Rockbolliden, und eine Band dessen Name aus einem Wortspiel des grandiosen CHUCK BERRY resultiert kann ja eigentlich nur cool sein. Die Antwort fällt entsprechend simple aus, denn ihr Label Dreamworks verschwand bekanntlich von der Bildfläche und die BUCKCHERRYS sind in diesem Prozess nicht bei Geffen untergekommen. Die Ereignisse stürzten die Band in eine Tiefe Kriese, 3 Mitglieder machten den Abgang und nur noch Sänger Josh Todd und Gitarrist Keith Nelson hielten die Flagge hoch. Wenig später begab sich Frontmann Todd auf Solopfade und die Band wurde ad acta gelegt. Kurze Zeit später tauchte Todd jedoch wieder auf als er mit einem vom ehemaligen GUNS N’ ROSES Mitglied Slash ins Leben gerufenen Projekt auftrat. Aus dem Projekt entstand VELVET REVOLVER und Todd wurde von einem Tag auf den anderen rausgekegelt da man sich letztendlich für Scott Weiland von den STONE TEMPLE PILOTS entschied.

Todd entschied sich also BUCKCHERRY gemeinsam mit Keith Nelson wieder ins Leben zu rufen. Man scharrte neue Musiker um sich und mit "15" halte ich nach vier Jahren ein neues Album der Band in meinen Händen. Das komplette Album entstand in 15 Tagen und so schien der Titel nahe liegend. Und auch mit ihrem dritten Lonplayer biedern sich BUCKCHERRY nicht bei den angesagten Trends im Rockbusiness an. Rock’n’Roll meets Heavy Metal und Hardrock der alten Schule für den AC/DC, AEROSMITH, GUNS N’ ROSES oder auch MONSTER MAGNET stehen. Hinzu kommt die Priese Glam, die das gesamte Auftreten der Band noch unterstreicht. Der Opener "So Far" gibt dem Zuhörer einen fröhlichen Arschtritt mit auf den Weg und überzeugt mit massig Energie und der richtigen Attitüde. Auch kleinere Rockballaden wirken bei der Band weder aufgesetzt noch künstlich. Allgemein scheint "15" ein Album geworden sein, welches spontan, ungezwungen und aus dem Bauch heraus entstanden ist. Hier wird sich zwar primär der üblichen Themen der Selbstdarstellung, Sex, Drugs und Rock’n’Roll angenommen aber das passt halt auch zur Verpackung der Jungs. Wer also im Herbst 2006 mal wieder Bock auf eine verdammt frisch klingende Glam-Rock-Metal Mischung hat, der darf bei der verschwitzten Kutte von BUCKCHERRY bedenkenlos zugreifen.

1. So Far
2. Next 2 You
3. Out of Line
4. Everything
5. Carousel
6. Sorry
7. Crazy Bitch
8. Onset
9. Sunshine
10. Brooklyn
11. Broken Glass

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Torben

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Allschools Chef

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