Plattenkritik

Bury Your Dead - Cover Your Tracks

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Release Date: 01.01.1970

Bury Your Dead - Cover Your Tracks

 

“Posi as Fuck” ist allein schon die Aufmachung der neuen Platte von Bury your dead. In 30er Jahre Gangster Stil gehalten, aber irgendwie trotzdem langweilig. Victory Records besinnen sich nach den Releases von Taking back sunday und Straylight run wieder auf ihre Hardcore roots und veröffentlichen hier ein echtes Mosh Flagschiff. Es fällt sofort auf, dass alle Songs nach bekannten Kino-Filmen benannt sind, doch verschliesst sich mir im Bezug auf die Titel irgendwie der Songtextliche zusammenhang. Bury your dead hatten 2002 undgefähr zeitgleich mit Unearths Endless ihr erstes Album rausgehauen, welches mir wesentlich besser gefiel, weil dort mehr Tempo gemacht wurde, doch diese Abgeh-Parts wurden nun, wie gesagt gegen Mosh-Parts eingetauscht. Die Platte bietet nichts, was nicht jeder schon mal gehört hat und wirkt nach spätestens 4 Songs langweilig. Vielleicht bin ich auch einfach nicht empfänglich für derlei Musik, aber solange der Edge-Nachwuchs fleißig kauft werden solche Bands und Platten wohl weiterhin wie Unkraut aus dem Boden schießen.

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Mit großem Tamtam und dem Vergleich zu Szenegrößen wie HATEBREED, KILLSWITCH ENGAGE oder PANTERA werden BURY YOUR DEAD gleichsam als härteste Band New Englands vorgestellt. Ob die Band, die im Jahre 2001 als ein Nebenprojekt der Combo HAMARITA entstand den Vorschußlorbeeren gerecht werden kann, ist zunächst fraglich, immerhin standen BURY YOUR DEAD im Jahre 2002 vor dem endgültigen Aus. Das Zusammenraufen der einzelnen Musiker, die mittlerweile in den verschiedensten Combos wie BETWEEN THE BURIED AND ME oder BLOOD HAS BEEN SHED kräftig mitmischten sowie die Rekrutierung von Mat Bruso als neuen Frontmann hat die Band gestärkt und bis in die Haarspitzen motiviert auf Kurs zurückgebracht. Ähnliche Kunststücke, die teilweise zu kompletten Besetzungsänderungen führen, haben ja bereits Bands wie UNDEROATH oder FURTHER SEEMS FOREVER erfolgreich vorgeturnt, und auch bei BURY YOUR DEAD scheint die Rechnung aufzugehen als Victory an die Tür klopft und das Quintett unter Vertrag nimmt. Mit "Cover Your Tracks" erscheint nun die erste Frucht der Zusammenarbeit und überwälzt den geneigten Hörer in brachialster Metalcore-Bulldozer Manier. Mit gnadenlosem Tuff-Guy Geshoute und wummernden Bassläufen sowie der stets präsenten, hämmernden Doublebass wird ordentlich im Mid-Tempo gewütet. Fans der anfangs genannten Bands werden sich hier zunächst sicherlich gut aufgehoben fühlen, über die gesamte Länge der Scheibe drängt sich dann doch der Mangel an Abwechslungsreichtum auf. Nichts desto Trotz ist die Scheibe gut und authentisch produziert. Die Hard Fans werden ihre wahre Freude hieran haben.

Torben: 6 Skulls

Alte Kommentare

von Purzel 04.08.2006 21:41

Durch den wechsel zu victory total belanglos geworden..und einfach erschreckend überproduziert..wie las ich letztens so treffend\"Wer Hatebreed und Terror huldigt,kann hier allenfalls Räucherstäbchen bis zu deren nächsten album anzünden,oder die Platte einfach im Regal stehn lassen\"..willse aber net sooo schecht reden...aber für mich hört sich das alles wie \"1000 mal berührt,1000 mal is nix passiert\" an...nix ganzes,nix halbes

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