Plattenkritik

Bury Your Dead - It's Nothing Personal

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Release Date: 05.06.2009
Datum Review: 08.06.2009

Bury Your Dead - It's Nothing Personal

 

Man kann BURY YOUR DEAD nicht vorwerfen, dass sie sich permanent wiederholen, zeichnete sich bisher doch jeder Longplayer der Formation durch eine deutliche, musikalische Kurskorrektur aus. Erlangte man in den Anfangstagen durch einen toughen Sound, eine ausgesprochene Moshmentalität sowie einer Tom Cruise Affinität nachhaltig Aufmerksamkeit, wurde man nach und nach melodischer und hat mit dem jüngsten Output, "It's Nothing Personal", die musikalische Vergangenheit fast vollkommen abgelegt. Der Titel des Fanfavoriten "Cover Your Tracks" erlangt somit eine ganz neue Bedeutung.

Verwundern kann dies den aufmerksamen Musikinteressenten keinesfalls. Lediglich Gründungsmitglied Brendan "Slim" MacDonald blieb konstant im Line-Up (Drummer Mark Castillo nahm sich eine temporäre Auszeit) und bei mittlerweile mehr als einem Dutzend verschlissener Bandmitglieder, inklusive zwei Sänger, macht man in dieser Disziplin schon bald SHAI HULUD Konkurrenz. "It's Nothing Personal" baut musikalisch die NuMetal Tendenzen des Vorgängers noch einmal deutlicher aus (Front-Dread-Locke Myke Terry passt nun endlich optisch perfekt zum Sound) und immer wieder erinnern sowohl die stampfenden Beats als auch der Gesang an SLIPKNOT. Den Moshfaktor hat man sich bewahrt obwohl die saftigen Breakdowns und Moshparts anno 2009 ebenfalls eher metallische den hardcoretypische Signaturen aufweisen. BURY YOUR DEAD sind mehr und mehr ins Metalcore / NuMetal Lager abgedriftet und sowohl die melodische Gitarrenarbeit als auch der stetig zunehmende, cleane Gesang scheinen sich KILLSWITCH ENGAGE zum Vorbild genommen zu haben. Stimmlich kann Terry trotz der abgedeckten Spektren an dieser Stelle nicht immer überzeugen, obwohl er gelegentlich mit einem latenten Soul-Einschlag auftrumpft, lyrisch gibt er sich sehr persönlich und emotional. Schlecht ist "It's Nothing Personal" keinesfalls und besonders der regelmäßig aufkeimende Groove vermittelt einige ansprechenden Momente, die neuen Songstrukturen mit dem hart-melodischem Wechselspiel bleiben jedoch meist recht vorhersehbar. Das Album liefert genug Potential für neue, junge Fans, der Entfremdungsprozess für die alte Anhängerschaft läuft jedoch weiterhin auf Hochtouren.

Tracks:
01. Hurting Not Helping
02. Without You
03. Broken Body
04. The Great Demonizer
05. Dead End Lovesong
06. Swan Song
07. Lakota
08. The Forgotten
09. Lion's Den
10. Legacy of Ashes
11. Closed Eyes
12. Enough




Alte Kommentare

von Ruth MOSHner 08.06.2009 19:44

Komplett anders als die Vorgänger, weiß nicht so recht was ich davon halten soll...

von Hurensohn 08.06.2009 20:07

ich finds richtig schlecht :/

von MUnkvayne 08.06.2009 20:46

klingen mittlerweile wie harte sevendust. im vergleich zu früher richtig kacke!

von Ozelot 08.06.2009 23:23

Klar die alten Songs waren geil, aber ich find den neun Stil rund um diese "neue" band klasse!

von @ MUnkvayne 09.06.2009 15:33

wie harte sevendust triffts richtig gut ^^

von Daharka 09.06.2009 23:01

die self titled war nicht soo berauschen, die neue jetzt find ich eigentlich ganz gelungen... ist doch jetzt kein totaller melodiemainstream... 7/10

von Marcel 10.06.2009 01:32

Der Vorgänger ging noch absolut durch, aber bei der neuen Platte rollen sich mir die Fußnägel hoch! Schade um die Band.

von FKK 10.06.2009 10:45

ich habe bisher von der Band nichts gehalten...diese Scheibe (Sevendust in hart ist in der Tat eine super Beschreibung!) rockt 7/10

von Sevendust meets Slipknot 13.06.2009 18:10

Ihr habt alle Recht: Das klingt echt wie ne etwas härtere Sevendust Version. Ist schon wahnsinn, was aus der Band geworden ist. Wer allerdings auf New Metal ala Disturbed, 7dust, Slipknot, etc. abfährt, dürfte es mögen. Ist auf jeden fall sehr gut produziert und hat wirklich tolle Refrains.

von Matze 13.06.2009 20:11

sind n pa coole songs bei.. mir gefallen "swan song" und "the forgotten" .. haben zwar etwas kitschige refrains, wissen aber trotzdem zu gefallen.. insgesamt werden fans zufrieden sein und sonst is ne 6-7 schon okay

von MUnkvayne 13.06.2009 20:24

hätte man diese unnötigen und für mich völlig deplazierten clean vocals weggelassen, wärs sogar ne richtig anständige platte geworden! aber ich find dieses cleane gedudel passt einfach nich zu der band. da hilft auch mehrmaliges hören nix. 5/10

von "Without You" 17.06.2009 15:26

ist der oberhammer

von donay 20.10.2009 16:51

absolutes meisterwerk, nach einigen hördurchgängen, ein meisterwerk der musik...

von ak! 20.10.2009 19:06

Meine persönliche und höchst subjektive Meinung ist, dass It's Nothing Personal die beste CD / Schallplatte ist die je veröffentlicht wurde. Keine andere CD bedeutet mir persönlich musikalisch und inhaltlich mehr als dieses Glanzstück.

von basti 23.10.2009 12:23

sehr nette, leicht bekömmliche scheibe...geeignet für die momentane jahreszeit! 07/10

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Torben

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