Plattenkritik

Caesars - Paper Tigers

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Release Date: 01.01.1970
Datum Review: 17.05.2005

Caesars - Paper Tigers

 

Das infektiöse Orgelriff von "Jerk It Out" sollte mittlerweile nicht nur aus der iPod Shuffle Werbung bekannt sein. Die Band hinter diesem Hit trägt den Namen CAESARS, ist in Schweden beheimatet und widmet sich bereits seit einigen Jahren dem Sixties Sound aus der Garage. Auch eben jener Hit, der so wunderbar auf der Retrowelle mitzuschwimmen scheint hat bereits das ein oder andere Jahr auf dem Buckel. Überhaupt hat man unter dem Namen CAESAR’S PALACE bereits beachtliche Erfolge im eigenen Lande gefeiert und hat ihn aufgrund der möglichen rechtlichen Komplikationen mit dem gleichnamigen Casino in Vegas quasi verkürzt.

CAESARS nur als "Jerk It Out" One Hit Wonder abzustempeln wäre zu einfach, denn das Album "Paper Tigers" bietet 12 weitere Songs, die die Sixties in ihrer fuzzygsten und poppig angenehmsten Form präsentieren. Man lässt die Garage eine Armlänge hinter sich und liefert eingängige Orgelstücke, die einen auf die zum gemeinsamen Feiern auf die Tanzfläche locken. "Paper Tigers" macht jedoch ebenfalls bei der heimischen Hintergrundbeschallung eine äußerst gute Figur, die sich in das Unterbewusstsein plätschert und auf dem Heimweg summend den Lippen entweicht.

Joakim „Jocke“ Åhlund (Gitarre, Gesang) und Cesar Vidal (Gesang, Gitarre) verstehen einfach ihr songwriterisches Handwerk. So tobt sich Jocke ebenfalls bei den Electroclashern von TEDDYBEARS STHLM aus oder fungierte als Regisseur des grandiosen REFUSED Videos zu "New Noise". Cesar wiederum hat eine weitere Synthiepop Band mit dem Namen SAFARI ON PLUTO am Start. Ein schönes Album, welches die Erfahrung der beiden Köpfe hinter CAESARS wiederspiegelt, Fans der früheren Werke müssen sich jedoch über den Mangel an rotziger Garage hinwegtrösten..

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Torben

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Allschools Chef

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