Plattenkritik

Call Of The Void - Dragged Down A Dead End Path

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Release Date: 15.03.2013
Datum Review: 07.03.2013

Call Of The Void - Dragged Down A Dead End Path

 

Es ist wie es ist. Dort wo gerade Wut und Zerstörung in den Köpfen vieler Suchtpotenzial entwickeln, befeuert der Untergrund diese Szenarien mit seinem Death Grind Soundtrack. Wessen Ohren jedoch jetzt schon an diesem scheinbaren Trend übersäuern, sollte sich vor seiner Flucht auf jeden Fall noch einmal von CALL OF THE VOID vertrimmen lassen. Er wird es nicht bereuen.

Was NAPALM DEATH vor Jahrzehnten säten, erbringt nun in der grob geschätzten dritten Generation erneut eine fette Ernte. Die Helden der zweiten Generation wie HIS HERO IS GONE oder DROP DEAD, die während ihrer Schaffenszeit die abgefuckten Keller mit ihrem Crust und D-Beat fluteten, dienen heute neben ihren Urvätern als die DNA Spender der neuen Nachkommen. Selbstverständlich nährt sich der Sound von CALL OF THE VOID aus Colorado genauso von dieser Geschichte, wie der Output, der anderen neuen Bands dieses Genres. Nichtsdestotrotz zeigt das 2011 gegründete Quartett auf seinem Relapse Debüt, dass sie die Historie und seine Prinzipen bestens verinnerlicht haben. Auf "Dragged Down A Dead End Path" waltet der pure Hass. Sicherlich ist das neben Bands wie beispielsweise NAILS keine große Sache mehr, jedoch waltet der Grindbastard von CALL OF THE VOID noch um eine Ecke rotziger und unkontrollierter als Todd Jones und seine Mannen. Auf den zehn Tracks bestimmt der Punk noch deutlich häufiger die Richtung und überlässt dem Metal oft nicht mehr als Platz für seine zerstörerischen Blast. Was nicht im Chaos verendet, findet in wuchtigen Twostep-Moshern sein baldiges Ableben und verwest im kurzweiligen Groove. Auf "Dragged Down A Dead End Path" überzeugt die Mischung aus hyperschnellem Gehacke und zentnerschweren Walzen und profitiert von einem Fronter, der das Ganze hasserfüllt voran brüllt.
Die Produktion klingt, wie sollte es anders sein, nach dickem, altem Schweden Tod und zeigt, dass man auch ohne Sound-Veredler Ballou die richtige Mischung finden kann. Alles in allem überzeugend.

Trackliste:
1. Failure
2. Theory of Mind
3. Bottom Feeder
4. Endless Ritual Abuse
5. Abomination
6. Breeding Grounds
7. Napalm Lungs
8. The Liar’s Heart
9. I Hope You Two Fuck
10. Faith & Filth

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Mulder

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