Plattenkritik

Channel Zero - Feed 'Em With A Brick

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Release Date: 01.06.2010
Datum Review: 03.06.2012

Channel Zero - Feed 'Em With A Brick

 

Ich erinnere mich an eine Autofahrt Mitte der 90er, wo ich als Studentenjob eine Kurierfahrt von Bielefeld nach Karlsruhe und zurück hatte. Es ging erst abends los und entscheidend war eine schnelle Lieferung zum Ziel. Der zur Verfügung stehende Caddy war nicht das optimale Arbeitsmittel, aber Unterstützung bot mir die Debüt-Scheibe einer belgischen Kombo namens CHANNEL ZERO. Voll aufgedreht kam hier so viel Schmackes rüber, dass ich unmöglich Müde werden konnte, den Pinsel schön durchdrückte und pünktlich liefern konnte.

"Unsafe" holte ich mir später auch noch in die Sammlung, aber dann verlief sich die Spur - nicht nur bei mir. Von 1997 bis 2010 war Sendepause, bis es mit einigen Live-Aktivitäten wieder los ging.
Und nun liegt ein neues Machwerk vor, dass mit dem Opener "Hot Summer" gleich klar macht, dass hier "Einschlafen ist nicht".

Thrash ist nicht meine Hauptdisziplin und neben der Unterstützung beim Autofahren nutze ich jenes Genre eben gerne mal zum Aufwachen. "Feed 'Em With A Brick" vermag genau hier zu helfen. Der neu hinzugezogene Mike Doling schafft eine songdienliche Basis mit seinen Riffs, die Sänger Frank dankbar in energiegeladene Ausbrüche verwandelt. Das Ganze wird durch eine moderne Produktion modelliert, die sicher für Notfälle einen Platz in meinem Auto finden wird.

Der Wechsel an der Gitarre bringt neben den grundsoliden Betonpfeilern leider einen filigranen Nachteil mit sich: Die Soli sind leider eher Mittelmaß.
Ansonsten bietet das Werk alles, was munter hält.
Bei "Capitol Pigs" kommt ein bisschen METALLICA Feeling auf, die üblichen verdächtigen Strukturen sind gut vermischt und bergen ein gutes Comeback. Und das ist keine Selbstverständlichkeit.
Sonstige Anspieltipps: "Freedom" "Side Lines", "Ammunition" und der coole Schluss mit "Ocean".
Welcome back!


01. Hot Summer
02. Guns Of Navarone
03. Electric Showdown
04. Freedom
05. In The City
06. Angels Blood
07. Side Lines
08. Hammerhead
09. Capitol Pigs
10. Ammunition
11. War Is Hell
12. Ocean

Frank de Smeet van Damme: Vocals
Tino DeMartino: Bass
Mike Doling: Guitar
Phil Baheux: Drums

Alte Kommentare

von stme 06.06.2012 11:16

Jetzt wird ne schon zum Tip wenn man dabei nicht einschläft...

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Axel

Autoren Bio

Metal seit den gloreichen 80ern. Melodie erwünscht.

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