Plattenkritik

Cherry Overdrive - Clear Light!

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Release Date: 01.01.1970
Datum Review: 28.04.2007

Cherry Overdrive - Clear Light!

 

Ganz ehrlich: das Cover des lang erwarteten Debüts der No.1 woman-only Garage-Rock Band Kopenhagens CHERRY OVERDRIVE weckt keine besonders positiven Gefühle. 50s Science-Fiction Trash wird mit 60s psychedelic Kleidchen tragenden Riot-Girls gemixt. Großer Gott! Bitte nicht schon wieder! Die Emanzipierung in allen Ehren, aber bitte, bitte nicht schon wieder Männer diskriminierende Power Emanzen from hell. Umso besser, dass „Clear Light!“ diese Erwartung geschickt widerlegt und tatsächlich einfach nur ein gutes Debüt-Album ist.

Die 2003 gegründete Kopenhagener Band ist in Dänemark kein unbeschriebenes Blatt mehr, hierzulande aber gänzlich unbekannt, konnten CHERRY OVERDRIVE zumindest als Headliner des österreichischen „Sauzipf Rocks Festival“ auftreten. Der Bekanntheitsgrad sollte sich aber in absehbarer Zeit ändern, denn zuweilen wirken die 4 Damen wie die kleinen Schwestern der (INTERNATIONAL) NOISE CONSPIRACY. Melodiöser Garagen-Rock („What It Takes“), trifft auf Riot-Girl Attitüde („Sheryl’s Faith“) und Stoner-Rock Gitarren.
Und das ist tatsächlich noch besser, als es sich anhört.

Wenn die PIPETTES den Equipment Van der (INTERNATIONAL) NOISE CONSPIRACY ausgeräumt und sich mit SAHARA HOTNIGHTS zusammengetan hätten, während Karen O. das Managment übernimmt: jep, das wären dann CHERRY OVERDRIVE. Ebenfalls fein, dass es zu den geradlinigen Rock-Stücken auch leise Ergänzungen gibt („Did You?“).

CHERRY OVERDRIVE zeigen sich auf ihrem Debüt von der Schokoladenseite: Abwechslungsreich, voller 60s Gitarren und (tatsächlich angenehmer) Girl-Power. Hörenswert.



1. What It Takes
2. Sheryl’s Faith
3. Shake It Up!
4. Reptiles
5. Did You?
6. Venture
7. Hey Sugar
8. Clear Light
9. Don’t Trash My Tale
10. Hit The Right Note
11. Sharks
12. The Fall

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Dennis

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