Plattenkritik

Chthonic - Seediq Bale

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Release Date: 01.01.1970
Datum Review: 13.01.2007

Chthonic - Seediq Bale

 

Man mag mich für einen naiven Narren mit Scheuklappen halten, doch wenn ich eine CD in meinen Pranken halte, deren Beipackzettel mir erzählt, Chthonic aus Taiwan bringen mit ihrer Scheibe "Seediq Bale" ein Wunderwerk des epischen Black Metals daher, dann werde ich skeptisch. Das liegt nun auch nichtmal an der Herkunft, sondern auch schlicht und einfach daran, dass es überhaupt nur eine Handvoll Bands gibt, die dieses Genre auch beherrschen und ein überwiegender Teil der Musik, die mir als bombastische Finsterorgie angepriesen wird nichts als Schrott ist. Nehmen wir also hier als Vergleichsobjekt Dimmu Borgir (die das wohl am besten können) fällt schnell auf, dass Chthonic ein wenig, öhm, hinterherhinken.

Aber mal von vorne jetzt: Die TaiwanesInnen verkörpern (beziehungsweise versuchen zu verkörpern), was irgendwie dazu gehören soll. Was beim Corpsepaint anfängt, endet in dem leider nicht gelungenen Versuch, durch langatmige und mit Synthies zugekleisterten Songs eine frostig-erhabene Stimmung zu erschaffen. Gegen die technischen Fähigkeiten der Musiker spricht ja auch nichts, vielmehr gegen die nichtssagenden Songstrukturen und die unsägliche Produktion. Diese nämlich ist nämlich nichtmal schlecht, sondern falsch angegangen. Die Gitarren sind zu dünn, die Bassdrumm unsäglich laut, der Bass nicht zu hören. Und die Paarungen aus dem Gekreische mit opernhaftem Frauengesang darüber sind unsäglich nervend.

Die Songs sind unspektakulär, ihn fehlen Überraschungsmomente, dass, was Dani Filth mit seiner Truppe irgendwie immer noch schafft, und Cradle Of Filth am Leben hält. Chthonic hätten erkennen müssen, dass mit einigen Breaks, sphärischen Zwischenspielen und vor allem drückenderen Gitarren einiges mehr drinnen gewesen wäre. Schade.

1. Progeny Of Rmdax Tending
2. Indigeous Laceration
3. Enthrone
4. Bloody Gaya Fullfilled
5. The Gods Weep
6. Where The Utex Ancestors Wait
7. Exultant Suicide
8. Banished Into Death
9. Quasi Putrefaction

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Moritz

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