Plattenkritik

Circa Survive - Juturna

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Release Date: 01.01.1970
Datum Review: 10.05.2005

Circa Survive - Juturna

 

Die Geschichte von CIRCA SURVIVE liest sich wie das Drehbuch eines Hollywoodstreifens, mit dem kleinen Unterschied, dass sich nicht ein Männlein und Weiblein als Liebespaar finden, sondern zwei Musiker einfach vom Schicksal zusammengeführt wurden. Die Rede ist von keinem geringeren als Colin Frangicetto, ehemals Gitarrist und Songwriter der grandiosen Philly Hardcore Band THIS DAY FORWARD und Anthony Green, Frontmann der durchstartenden Emocorer von SAOSIN. Für SAOSIN zog Green damals von Philadelphia nach Kalifornien, fühlte sich jedoch in seinem neuen Umfeld sowie dem musikalisch, gesteckten Pfad der Band zunehmend unwohl. Bei einem Ausflug in die Heimat stand neben einer Weisheitszahn OP ebenfalls der Besuch des langjährigen Freundes Frangicetto auf dem Plan. Gemeinsam jammte man und stellte schnell fest, dass man die gleichen Vorstellungen von Musik hatte und einfach auf der gleichen Wellenlänge lag. Als der Rückflug anstand hatte man schon längst eher träumerisch darüber gesprochen gemeinsam etwas zu starten. Beim Zwischenstopp in Phoenix entschied sich Green gegen die Fortsetzung des Fluges und gegen SAOSIN, flog zurück nach Philly und hier ist "Juturna", das lang erwartete Debütalbum der Musiker um CIRCA SURVIVE, zu denen sich noch Gitarrist Brendan Ekstrom (ebenfalls von THIS DAY FORWARD) sowie Drummer Steve Clifford und Bassist Nick Beard gesellten.

Wer nun von CIRCA SURVIVE eine Mixtur aus THIS DAY FORWARD und SAOSIN erwartet hat, wird sicherlich bei "Juturna" überrascht werden. Ähnlich wie die Equal Vision Label Kollegen von HOPESFALL oder CODESEVEN bastelte man gewaltig an den eigenen Songstrukturen sowie dem Songwriting und bewegte sich stärker in Gefilde das atmosphärischen Hardcores. Ganz klar dominiert wird "Juturna" durch die charakteristische, eher feminine Stimme von Green, der schon während seiner SAOSIN Zeiten sehr viele Emotionen in seiner Stimme zu transportieren wusste. Vom Prog Rock beeinflusste Sound-Landschaften werden zwischen Melodie und Atmosphäre aufgespannt, nicht ohne eine latente Aggressivität durchblitzen zu lassen. Der Opener "Holding Someone’s Hair Back" ist ein wundervolles Beispiel hierfür. Ein "Oh, Hello" zeichnet sich durch Power, Intensität und Energie aus und strotz nur so vor verschiedenen Dynamiken. "Juturna" wird Fans vom aktuellen CODESEVEN Album definitiv vom Hocker reißen, denn hier findet Progressiver Hardcore auf höchstem Level statt, Fans von THIS DAY FORWARD sollten jedoch das Album erst einmal selber abchecken, bevor sie blind ins Regal greifen.

Alte Kommentare

von Tobias 12.05.2005 08:53

wow ist das eine Scheibe. Zwar nicht das, was ich erwartet hab, aber das review fasst es schon sehr gut zusammen

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Torben

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