Plattenkritik

Complete Failure - "The Art Gospel of Aggravated Assault"

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Release Date: 15.02.2013
Datum Review: 27.02.2013

Complete Failure - "The Art Gospel of Aggravated Assault"

 

Nicht lang, sondern kurz und extrem intensiv. Was sich hier wie die Pointe eines schmutzigen Witzes liest, dient bei COMPLETE FAILURE als Rezeptur ihres musikalischen Antriebs. Auch ihr Death Grind ist meist D-Beat getrieben und wo Bands wie NAILS oder ENABLER bereits regieren, will auch das Quartett aus Pittsburgh hin.

"The Art Gospel of Aggravated Assault" ist bereits Album Nummer drei der 2007 ins Leben gerufenen Band. Nachdem TODAY IS THE DAY Frontmann Steve Austin die Qualität der Brachialkünstler erkannte, nahm dieser die Produktion des Debüts "Perversions of Guilt" in seine Hände. Was zum damaligen Zeitpunkt noch äußerst roh und ungezähmt wirkte, fand bereits auf dem Nachfolger "Heal No Evil" an Klang und Richtung. Die Gesinnung, die durch Urväter von NAPALM DEATH keimte, wuchs stetig zu einem angepissten und nach todriechendem Grindbastard heran, der seine Nähe zu alten Legenden wie HIS HERO IS GONE oder MAN IS THE BASTARD zu keiner Zeit verschwieg. "The Art Gospel of Aggravated Assault" könnte man nun als logische Entwicklung bezeichnen. Das Album, welches wie Kapitel zwölf der Rockbass Lehr-CD beginnt und sich dann in einen massiven Soundwall verwandelt, der los stürmt, als gebe es kein morgen. Von Schweine zerstörenden Gewaltakten bis hin zum verdorbenen Klanghass vertonen COMPLETE FAILURE auf den zehn Tracks ihre Interpretation von rascher Zerstörung. Einzig „Hero of the Church Herd“ schleppt sich mit seinem entblössten Bass im Intro über die Vier-Minuten-Marke. Zwar klingt das alles nicht wirklich neu, aber durchaus authentisch inszeniert.
Das Manko, welches "The Art Gospel of Aggravated Assault" einen störenden Strich durch die Rechnung macht, ist die regierende Monotonie im kehligen Gebrüll des Fronters Mack. Hier vermisst man die Wut, die aufwühlen und zur Zerstörung motivieren soll. Insgesamt hätte das Album in seiner Produktion mehr Dreck vertragen, um all den geschürten Hass vollends räudig aus den Boxen zu pressen. Alles in allem sollten aber nimmersatte Jünger des gerade so angesagten Death Grinds auf ihre Kosten kommen.

Trackliste:
1. Mind Compf
2. Errant Social Mile Marker
3. The Art Gospel of Aggravated Assault
4. Head Hanger to Be
5. Drag Migrator
6. Exitist
7. Defenseless Mechanisms of Self Inflicted Heartbreak
8. Disinvictus
9. Hero of the Church Herd
10. The Unlove Overhue

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Mulder

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