Plattenkritik

Conor Oberst - Outer South

Redaktions-Rating

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Release Date: 08.05.2009
Datum Review: 05.05.2009

Conor Oberst - Outer South

 

Conor Oberst hinterlässt erstmals ein schwaches Werk in seiner Diskografie. Aber was heißt das schon bei einem Typen wie ihm?

Und da wären wir schon beim springenden Punkt. "Outer South" ist nicht das Album eines Typen, sondern ganz klar einer Band. Der Conor Oberst & The Mystic Valley Band nämlich. Nachdem die Bright Eyes scheinbar auf ungewisse Zeit pausieren und Conor Oberst letztes Jahr mit einem Solo-Album glänzte, folgt nun also die Mystic Valley Band.

Und was erwartet uns dann auf "Outer South", fragen viele jetzt zu Recht. "Outer South" scheint wie eine Hommage an alle Referenzen, mit denen sich Conor Oberst immer herumschlagen musste, an die Trailer-Parks in verstaubten US-Vororten und ist vor allem mit einem gekennzeichnet: Conor Oberst. Ob Band oder nicht Band – er sticht heraus. Wo er für viele der Bob Dylan einer neuen Generation ist, gibt er auf dem vorliegenden Album die Bestätigung. Naiv rockende Songs und Tristesse im Americana-Country Kleid. Die zerbrechliche, sensible Seite scheint vorüber, eine Weiterentwicklung die sicherlich gewöhnungsbedürftig ist. Zumindest Musikalisch. Rein textlich wird dieser Typ nämlich sicherlich niemals schlecht oder gar langweilig. Trotzdem stört dieser Tex-Mex Sound an vielen Stellen enorm. Und das ist das kleine Manko, welches Oberst sich diesmal anhaften lassen muss: Durch diese eingeschlagene Stilrichtung wirkt "Outer South" an vielen Stellen zu sehr als wolle man Calexico ans Lenkrad fassen, an manchen Stellen dann als würde man gerne größer als Dylan werden wollen. Und doch – besser als der Rest ist diese Platte noch immer.

Tracklist:

1. Slowly (Oh So Slowly)
2. To All The Lights In The Window
3. Big Black Nothing
4. Air Mattress
5. Cabbage Town
6. Ten Women
7. Difference Is Time
8. Nikorette
9. White Shoes
10. Bloodline
11. Spoiled
12. Worldwide
13. Roosevelt Room
14. Eagle On A Pole
15. I Got The Reason #2
16. Snake Hill

Alte Kommentare

von arndt 17.05.2009 01:11

klingt erstmal interessant auch wenn ich den alten bright eyes sachen immer noch nachtrauer.

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Raphael

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