Plattenkritik

Conspiracy - Reincarnated

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Release Date: 01.01.1970
Datum Review: 28.09.2006

Conspiracy - Reincarnated

 

Mehr als ungewöhnlich ist die Geschichte um Conspiracy sicherlich. Bereits 1988 in der Ukraine gegründet kommt jetzt, milde 18 Jahre später, das Album "Reincarnated", nun als Ein-Mann Projekt von einem Burschen namens "Carpathian Wolf", mittlerweile in den Niederlanden sesshaft. Das "Reincarnated" via Pulverised Records kommt, wundert da schon gar nicht mehr (Sitz: Singapur). Okay, dies alles geklärt, betrachten wir das Cover und erwarten Old School Knüppel Death/Grind. Old School stimmt, aber Black Metal.

So ist man bei alledem des Anfangs ein wenig skeptisch, inwiefern eine so bizarre Kombo irgendwie auch etwas konstruktives daherspielen kann. Einflüsse sind ob des Genres in Norwegen zu suchen. Da wären zuerst einmal die alten Dimmu Borgir-Zeiten, der Titeltrack hätte genauso gut von "For All Tid" oder der alten "Stormblast" stammen können. Satyricon zu Anfangszeiten (alles vor "Nemesis Divina"), Ulver's "Bergtatt" (glaubt es oder nicht: "Reincarnated" hat tatsächlich Momente der Ulver'schen Erhabenheit und Magie), und, auf morbide Art und Weise passend, teilweise so auswegslos und manisch depressiv wie Shining (R.I.P Kvarforth). Was positiv anzumerken ist, ist einmal die saubere Produktion und das ordentlich polternde Schlagzeug (klingt sogar sehr echt, für Ein-Mann Projekte immer etwas besonderes). Highlights: Der Titeltrack, das schleppende und Chören ausgestattete "Carpathian" und das mit geilem Riffing ausgestattete "Brothers Of Black Metal".

Sichere 7 Punkte, der Exotenbonus macht daraus starke 8. Respekt!

Tracklist:
01 - Virgin's Blood
02 - Reincarnated
03 - United In Hate
04 - Demonic Harmonies
05 - Carpathian
06 - Funerary #1
07 - Collapse Into The WWIII
08 - Brothers Of Black Metal

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Moritz

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