Plattenkritik

Constants - The Foundation, The Machine, The Ascension

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Release Date: 29.05.2009
Datum Review: 29.05.2009

Constants - The Foundation, The Machine, The Ascension

 

CONSTANTS rollen durch die Nacht und erschaffen ein Album für lange Autofahrten über nächtliche Autobahnen.

Sie nehmen den Hörer mit auf eine Reise, lassen ihn für eine knappe Stunde schweben und schließen ihn in Klangwände ein. Die Band in eine musikalische Schublade zu stecken fällt sicher schwer und ist wie so oft auch völlig unnötig. „Sphärisch“ beschreibt ihre Musik wohl noch am besten und das soll es dann auch schon gewesen sein zu den Kategorisierungen.

Das neue Werk der Bostoner CONSTANTS ist ein dreiteiliges Epos das als Gesamt(kunst)werk wirkt. Dies ist gleichzeitig Fluch und Segen für den Hörer als auch für das Album selbst. Es fällt schwer hier Songs als eigenständige Stücke, einzigartige Parts die in die Extreme gehen oder klare Wiedererkennungsmerkmale auszumachen. Auf der anderen Seite spielen CONSTANTS organisch, ja wie aus einem Guss, nehmen den Hörer beim Opener an die Hand und entlassen ihn erst nach einer Stunde wieder in die Nacht.

Wie viele diese Alben, braucht auch dieses definitiv Zeit und viele Durchläufe um Details freizulegen und Album und Band ein Gesicht zu geben. Produziert von Daryl Rabidoux (The Cancer Conspiracy) und gemischt von Nick Zampiello (Torche, Isis, Jesu) ist der Sound erstklassig, kristallklar und trotzdem sehr druckvoll. Aber sowie gutes Marketing nicht über Schwächen am Produkt wegtäuschen kann, vermag auch ein wunderschöner Klang nicht eine gewisse Lethargie im Songwriting zu überdecken. Der Bandname gibt das Stichwort: CONSTANTS sind zum Teil zu konstant. Man verlässt sich ein wenig zu oft auf die altbewährten Schlagzeugrhythmen, sphärischen Gitarrenriffs from outer Space und Gesangslinien. Sicher fällt der Vergleich zu Isis leicht jedoch liegt die Messlatte somit auch sehr hoch und es fehlen die so großartigen Ausbrüche nach dem schier unendlichen Spannungbogen der Referenzband.

Trotz alledem soll dies kein Verriss sein, da „The Foundation, The Machine, The Ascension“ ein starkes Album ist, dass einfach zur richtigen Zeit und am richtigen Ort gehört werden muss. Wie schon erwähnt, nachts auf der Autobahn oder eben am besten live und auf der Bühne. Live können CONSTANTS mit ihrem Epos sicher vollends durchschlagen und das Feuer entfachen, dessen Funke von der Stereoanlage nicht so recht überspringen will. Deswegen sollte man sich die Band auch definitiv auf der aktuellen Europatour anschauen (03.07.09 im MTC in Köln).

Tracks:
1. Genetics Like Chess Pieces
2. Damien
3. Those Who Came Before pt. I
4. Those Who Came Before pt. II
5. The Nameless
6. The Timeless
7. Identity of Indiscernibles
8. Eternal Reoccurance
9. Abraxas pt I
10. Abraxas pt II


Alte Kommentare

von Sno 28.09.2009 00:02

Großes Kino! Tolles Album

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Christoph O.

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