Plattenkritik

Convulse - Evil Prevails

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Release Date: 01.11.2013
Datum Review: 31.10.2013

Convulse - Evil Prevails

 

Anfang des Jahres veröffentlichte die Death Metal von CONVULSE mit „Inner Evil“ bereits den Vorboten zu diesem Album. Nun soll „Evil Prevails“ den Anschluss an ein Werk schaffen, das mittlerweile 22 Jahre zurückliegt. So lange ist es her, dass CONVULSE mit „World Without God“ in der Szene für Wirbel sorgen konnte. Bereits das folgende „Reflections“ konnte das Niveau nicht mehr halten. Danach wurde die Band auf Eis gelegt, bis sie sich im letzten Jahr mit einem halberneuerten Line-Up wieder zusammentat.

Was soll man über „Evil Prevails“ nun schreiben, ohne in die Klischee-Kiste zu greifen, ohne Wörter wie „authentisch“, „räudig“ oder „schnörkellos“ zu benutzen? Richtig, nichts.
Genau diese Begriffe sind es nämlich, die das Gebotene perfekt beschreiben. Alles bleibt quasi beim alten, CONVULSE hätten auch behaupten können, dieses Album schon seit Jahrzehnten in der Schublade gehabt zu haben. Das gesamte Material fußt auf schneidigen Riffs, bleiben diese dann aber mal aus – wie im Mittelteil von „God Is Delusion“ beispielsweise – kann recht schnell, recht nichtssagend werden. Die meiste Zeit treffen CONVULSE jedoch ins Schwarze und liefern mit „Unholy War“ oder „Reborn In Chaos“ altbackene (im positiven Sinne) Death-Metal-Nummern. Des weiteren versucht man sich ab und an an akustischen Zwischenspielen, welche die Atmosphäre des Albums unterstützen. Ein weiterer Pluspunkt bei CONVULSE ist und bleibt Sänger Rami Jämsa, der immer noch über die selbe, ultratiefe Stimme verfügt, wie vor 22 Jahren – Einzigartig.
Ihren Beitrag zum ordentlichen Gesamtbild liefert die druckvolle, aber sehr roh klingende Produktion.

Wem die Death-Metal-Bands heutzutage insgesamt zu technisch agieren und wer seinen Todesmetal lieber sauber und einfach serviert bekommen möchte, der ist hier richtig.



Tracklist:

01 – We kill our kind
02 – Unholy war
03 – World downfall
04 – God is delusion
05 – Evil prevails
06 – Days are dark
07 – Reborn in chaos
08 – Oceans of dust

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Manuel

Autoren Bio

Ich schreibe Artikel. Manchmal schlecht, manchmal gut, immer über seltsame Musik.

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