Plattenkritik

Coogans Bluff - Gettin' Dizzy

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Release Date: 07.03.2014
Datum Review: 29.03.2014

Coogans Bluff - Gettin' Dizzy

 

Mit "Gettin' Dizzy" macht es sich der Albumtitel dieses Stoner-Ungetüms eigentlich viel zu einfach. Zu viele Segmente bringt die über den Tellerrand hinaus gewachsene Band aus Rostock mit an den Tisch, als dass es sich auf den immer gleichen Rauschzustand beschränken lässt. Oder lassen sollte.

Wenn der Lautsprecherjunkie glaubt es geht nicht mehr, kommt aus den Tiefen der Wüste noch ein Saxophon zum Vorschein. So geschehen nicht nur in einem einzelnen Moment auf dem wandlungsfähigen Album. COOGANS BLUFF sehen nicht gerne tatenlos zu, wenn greifbare Einflüsse und Stilrichtungen an ihrem Schaffen vorbeiziehen. Lieber greifen sie bei "Her Tears" den funky Blues, das Frische und die Beweglichkeit und rücken "Her Tears" in psychedelischen Surfrock-Schimmer. Bis man die Facetten allesamt staubfrei aufpoliert hat, ist es laut Meinung der Nordlichter "Too Late": BLACK SABBATH befinden sich dann längst auf einer freizügigen jugendlichen Tanzparty, deren Hauptmerkmal es ist, alles andere als blitzblank zu sein.

Der Titeltrack galoppiert mit verspieltem Riff davon, "Money & Mass" robbt sich selbstbewusst (und keinesfalls einen deutschen Reisepass im Rucksack vermutend) durch Fuzz und spärliche Garage der Sechziger. COOGANS BLUFF allerdings bleiben über die neun Stücke auffällig cool und fokussiert, wenn auch "Things I Could Do" mit frechem Augenzwinkern das Konzept von "Gettin' Dizzy" einfach in der Mitte durchbricht. Am besten gar nicht erst fragen oder herzlos "rumvermuten", sondern Rostock einfach als Metropole in Arizonas Hinterland akzeptieren.

Trackliste:

01. Why Did You Talk
02. Gettin’ Dizzy
03. Heart Full Of Soul
04. Her Tears
05. Ellen James Society
06. Too Late
07. Things I Could Do
08. Money & Mess
09. Chicago

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Moppi

Autoren Bio

Alt, langweilig, tierlieb.

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