Plattenkritik

Cosmic Casino - Be Kind And Be Be Cause

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Release Date: 01.01.1970

Cosmic Casino - Be Kind And Be Be Cause

 

Da denkt man grade an nicht Böses und da erreicht uns via Stickman, um die es in letzter Zeit etwas ruhiger geworden ist (das wird sich ändern mit diesem Album und der kommenden Favez), ein Silberling der seinen tiefen Ursprung in Bayern hat. Seltsam, wenn man bedenkt, dass Stickman sich vorgenommen eigentlich keine deutschen Bands mehr zu signen. Aber dem Label ging es wahrscheinlich ähnlich wie mir: Absoluter Baff-Zustand beim ersten Hören!

Und dabei stehen eigentlich viele Fakten gegen die Band: Sie sind eine Rockband, sie kommen aus Bayern und sie haben sich im Vorprogramm der Sportfreunde Stiller verheizen lassen. Doch wenn juckt das alles im Nachhinein, wenn man sich diese 12 Energie geladenen, die gleichzeitig stark nach vorne gehen, aber es schaffen gleichzeitig Platz für wunderbare Melodien und etwas Schwermut zu lassen („Persona Non Data“). Die eher poppigere Vorab-Single „Repeat Love Pattern“ überzeugt ebenfalls von Sekunde eins an und somit ist es wirklich kein Wunder, dass Cosmic Casino auch in der Boulevard Musikpresse reichlich Lorbeeren ernten. Und das zu Recht, wenn man sich einmal neidlos eingesteht, dass sich unter den zwölf Songs kein einziger Platzfüller tummelt. Eher ist „Be Kind And Be Cause“ ein Album voller kleiner Perlen, welches man mit hochgeregeltem Volumenknopf genießen sollte. Charakteristisch für den CC Sound sind auch die sperrigen Ansätze im Songwriting, die irgendwann drohen langsam einzubrechen wie Einsturz gefährdete Altbauten, und sich im richtigen Moment öffnen und als Joker melodiöse Hooks und Refrains aus dem Ärmel zaubern. Super Album und hoffentlich bald auf Tour zu bewundern!

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Werner

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