Plattenkritik

Crazy Arm - The Southern Wild

Redaktions-Rating

Info

Release Date: 27.09.2013
Datum Review: 02.10.2013

Crazy Arm - The Southern Wild

 

CRAZY ARM aus Plymouth präsentieren sich auf "The Southern Wild" in einem neuen musikalischen Gewand. Die verzerrten Gitarrenklänge sind fast komplett von akkustischen Klängen mit jeder Menge Country Anleihen verdrängt worden. Der Bandname, aus einem RAY PRICE Song entsprungen, lässt erahnen, dass Country schon immer eine gewisse Rolle für die Band gespielt hat, so ausgiebig wie auf "The Southern Wild" wurde er bisher jedoch nicht zelebriert. In wiefern diese Entwicklung auch der Tatsache geschuldet ist oder zumindest verstärkt wurde, dass man derzeit nur noch als Quartett fungiert, vermag ich abschließend nicht zu beurteilen, vermuten könnte man es.
Der erste Song "Oh Death/Hell To Pay" startet mit einer leidenschaftlichen Gesangseinlage von Sängerin Vicky Butterfield, bevor die ersten Countrytöne der Gitarren erklingen, getragenes Tempo, die Stimme Darren Johns fügt sich im weiteren Verlauf perfekt in das Gesamtbild. Der Gesang steht ganz klar im Vordergrund, sehr voluminös und die Gitarre fungiert wirklich nur als Begleitung und nicht als tonangebendes Element. Auch der zweite Song "Rememberance" startet mit einem dominanten Gesangsduett, die Gitarre kann sich ein wenig mehr in den Vordergrund spielen und bringt zwischenzeitlich einiges an Tempo und Drive ein, um aber kurz darauf doch wieder komplett vom Gesang abgelöst zu werden. Zwei der 11 Songs, "Fossils" und "Roasting Rivers", sind bekannt von vorhergegangenen Alben, werden hier aber in neuem Gewand präsentiert. "County Jaws" versprüht mit den Keyboard Klängen fast schon so etwas wie einen 60er Vibe und lässt einen kurzzeitig an THE DOORS denken. Bei "A Pocket Full Of Gold" kommt am Ende mal so etwas wie der raue Punker in der Stimme durch, aber die ruhigen Klänge überwiegen doch eindeutig.
"The Southern Wild" ist eine wundervolle leidenschaftliche Akustikplatte geworden mit jeder Menge Herzblut und Gefühl, die man jedem ans Herz legen kann, der mit Banjo und Countryklängen auch was anfangen kann.

Trackliste:

1. Oh Death/Hell To Pay
2. Rememberance
3. Don’t Be Cruel
4. Fossils
5. County Jaws
6. The Wild Cats of Denbury
7. Roasting River
8. A Pocketful Of Gold
9. We Don’t Go There Anymore
10. The Valley Of Weeping
11. Black Canyon

Alte Kommentare

von icke 07.10.2013 13:26

dabei fand ich es beim Vorgänger so großartig, dass eine Band Country und anderes so gut in den Punk einbaut. Das man auf den jetzt verzichtet ist schade.

Autor

Bild Autor

Felix M.

Autoren Bio

ruhiger, bodenständiger Zeitgenosse

Suche

Social Media