Plattenkritik

Crushing Caspars - Back To The Roots... Nevertheless Up To Date

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Release Date: 03.12.2010
Datum Review: 03.02.2011

Crushing Caspars - Back To The Roots... Nevertheless Up To Date

 

Mal sehen, ob auch ich es kapiert habe: Diese "Kultband" veröffentlicht vor Jahren erst 2 EP´s mit je 5 Songs, addiert jetzt eine 8-Song-Session, remastert anschließend alles und streckt das Ergebnis mit Videos und einem banalen Coversong (Dritte Wahl)? Klingt so anstrengend, wie auch sich auch anhören lässt: Die Rostocker mögen Rock´N`Roll, Hardcore und Punkmusik, zimmern sich nun - nach immerhin über 15 Jahren - ihren eigenen kleinen Flickenteppich aus Studioergebnissen zusammen und setzen auf die altbewährte "Best Of"-Marke.
Die unterschiedlichen Epochen lassen sich nicht nur über diverse Sound- und Lautstärkeverhältnisse ausmachen, auch stilistisch kämmt man sich von gähnenden Metalriffs über zackige Punksalven (aus Schülerbandzeiten?) bis hin zu dreckigen Faustrecken. Na gut.
Dabei ergiesst sich bei Genuss von "Back To The Roots - Nevertheless Up To Date" vor allem Langeweile und fehlende Motivation über den Hörer. "Terror And Pain" oder "Joker" klingen nahezu auswechselbar und einschläfernd, der rüttelnde "EP-Wechsel" nach "Information Overload" lässt das Thema "Schülerband" erneut aufkommen. Bei "Pig" bettelt man nahezu, schon mehr als zwei Drittel der Platte hinter sich zu haben. Zerrend und langwierig schleppen sich Riffs und seufzend leerer Gesang durch die Kabel der Boxen, lediglich hier und da horcht man kurz hoffnungsvoll auf. Was von der Idee her nett gemeint ist und für Anhänger der "Baltic Sea Hardcore"-Bande sicher sinnig und interessant scheint, verfliegt noch vor dem Ausklang. Hardcore von der deutschen Küste, da haben dann wohl Kiel oder Flensburg mehr zu bieten...

Tracklist:

01. Killing
02. Failed
03. Terror And Pain
04. Jokers Jumping
05. Swallow Reality
06. Information Overload
07. Trust Me [Part 2]
08. What We Know
09. Pig
10. E.S.D.
11. Blind
12. Trust Me [Part 1]
13. Not A Loss
14. Play With Fire
15. Little M.F.
17. Halt mich fest (Dritte Wahl)

Alte Kommentare

von SonofSkam 04.02.2011 10:00

Gute Kritik über die einstige "Haus und Hofband" von M.A.D.-Booking. Als lokaler Veranstalter warste ja quasi vertraglich gezwungen die Jungs bei jeder zweiten Amiband die auf Tour aus deren Rooster war, als Opener spielen lassen zu müssen. Hatte meines Erachtens nich wirklich was mit den musikalischen Qualitäten,als mehr mit dem nötigen Vitamin B der Jungs nach Berlin zu tun.

von Mark 04.02.2011 10:21

Der Sänger der CC arbeitet bei MAD,das aber nur zur Info.

von TheGrotesque 04.02.2011 10:22

@Mark: echt? ich habe früher ganz viel MAD-hefte gelesen. war eine tolle zeitschrift.

von bing 04.02.2011 10:34

witz des tages. warum tust du dich nicht mit blasta zusammen und ihr gründet ne comedy truppe. ich stell mir das vom niveau wie ne mischung aus ingo appelt und sechserpack oder wie der sat1 schmock heißt vor...

von TheGrotesque 04.02.2011 10:37

ingo appelt ist gar nicht schlecht! besser als diese ganzen anderen spacken, die immer nur lieb sind

von @Mark 04.02.2011 12:57

Macht die Band dadurch aber auch nicht besser.

von Alfred E. Neumann 04.02.2011 13:07

Na und?

von Sascha 04.02.2011 13:42

Mehrfach gezwungener Maßen live gesehen (bei M.A.D.-Shows halt). Immer ein guter Grund, später zu kommen. Musik ist ja Geschmacksache, aber das Benehmen der mitgereisten Fans war stets unterirdisch.

von senip 07.02.2011 09:30

rostock? gibts noch mehr zu sagen???

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Moppi

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Alt, langweilig, tierlieb.

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