Plattenkritik

Cryoshell - Cryoshell

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Release Date: 09.02.2011
Datum Review: 15.08.2011

Cryoshell - Cryoshell

 

Dänemark. Nicht das größte Musikexportland der Welt. Aus unserem nördlichen Nachbarland machen sich CRYOSHELL auf um die Rockwelt und die Charts zu erobern. Gegründet, um der Lego Spielzeugreihe Bionicle einen Soundtrack zu verpassen, erscheint dieser Tage CRYOSHELLs selbstbetiteltes Debütalbum. Musikalisch ordnet sich das Trio dabei zwischen den Chartstürmern von Evanescene und Linkin Park ein. Genauso wie die diese beiden Bands, versuchen CRYOSHELL durch eine Mischung aus ruhigen Tönen und rockigen Ausbrüchen zu überzeugen. Dies mag ihnen vor allem auf der ersten Hälfte des Albums gelingen. Mit 'Creeping In My Soul' haben sie gleich zu Beginn einen Song stehen, der sich durch seinen melodischen Refrain direkt ins Hirn frisst. Das bombastische 'Trigger' zieht den Hörer durch seine orchestralen Klänge und den tollen gefühlvollen Gesang Christine Lorenzen auf seine Seite. 'Come To My Heaven' auf der zweiten Hälfte zeigt klar auf, wo die Schwächen der Gruppe liegen. Sie verlieren sich zu oft in belanglosem Riffing und verwenden immer und immer wieder altbekannte Songstrukturen. Im Laufe des Albums wirkt dies für den geneigten Hörer störend. Produziert wurde das selbstbetitelte Debüt von Jacob Hansen, der auch schon für Volbeat oder Hatesphere hinter den Reglern saß. Bei CRYOSHELL schafft er es jedoch nicht der Band einen eigenen Stil zu kreieren. Trotz der vielen guten Ansätze, klingen viele Songideen alles schon abgenutzt und mehrmals gehört. Alles in allem ein nettes Album, das wohl seine Zielgruppe finden wird, jedoch niemals das Level der großen Vorbilder erreicht.

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Manuel

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Ich schreibe Artikel. Manchmal schlecht, manchmal gut, immer über seltsame Musik.

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