Plattenkritik

DER SANDMANN - Adrenalin

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Info

Release Date: 19.09.2015
Datum Review: 27.11.2015
Format: CD Digital Tape

Tracklist

 

1.Adrenalin 04:46
2.Thekentheorie 03:11
3.Taub 04:19
4.Schlösser bauen 03:305.Wege 05:24

DER SANDMANN - Adrenalin

 

„Sandmann, lieber Sandmann, es ist noch nicht soweit,
Wir sehen erst den Abendgruß,
Ehe jedes Kind ins Bettchen muss,
Du hast gewiss noch Zeit!“

Nach seinem ersten, deutschlandweiten Top-Hit veröffentlicht  DER SANDMANN nun endlich seine erste 5 Song starke EP „Adrenalin“! okay, vielleicht nicht DER Sandmann (den wir alle noch aus unserer Kindheit kennen), sondern DER SANDMANN (mit Gitarre statt Schlafsand bewaffnet).

Spaß beiseite. Viel ist über DER SANDMANN nicht bekannt. Er kommt aus Berlin, ist dem Genre „deutschsprachige Lyrik mit Gitarre“ zuzuordnen und scheint ein Fable für Kinderfiguren zu haben. Mehr weiß man nicht. Alter, Name,… unbekannt.
Warum man sich ausgerechnet nach einer der bekanntesten Kinderfiguren benennt bleibt daher (wohl) auch sein Geheimnis. Eins muss man ihm allerdings lassen – irgendwie passt der Name ausgezeichnet zur ruhigen, fast schon einschläfernden Musik von DER SANDMANN (auch wenn bei dem Namen wohl (mal wieder) alle Management- und Marketingexperten dieser Welt die Hände über dem Kopf zusammen schlagen werden). Die Gitarre wird meist nur gezupft und nicht hart angeschlagen und auch die Stimme bleibt ruhig und gelassen und verfällt in keine größeren Gefühlsausbrüche. Alles plätschert so dahin. Keine bösen Gespenster unter dem Bett, keine schrecklichen, erschreckenden Laute, die einem wieder aus dem Schlaf reißen. Nichts. Der Name passt. Anders kann man es nicht sagen.

Allerdings hat jenes auch einen Nachteil - DER SANDMANN ist tatsächlich eher einschläfernd als aufregend. 5 Lieder. Kaum Abwechslung. Kaum hörbare Unterschiede. Und so ist es auch kein Wunder dass sich Song 1 bis Song 5 seeehr ähnlich anhören. Zwar wird die Gitarre hier und da auch mal angeschlagen, anstatt gezupft, allerdings ist das auch schon der größte Unterschied. Wer sieht was Solokünstler wie ZINNSCHAUER oder NO SUPRISING NEWS für unterschiedliche Gefühle, Geschwindigkeiten und Klänge innerhalb von einem Song aus ihrer Gitarre holen, ist hier relativ schnell gelangweilt. Texte, Stimme und auch das Gitarrenspiel sind zwar allesamt nicht schlecht, wenn auch noch nicht ganz ausgereift und hier und da verbesserungswürdig, aber DER SANDMANN macht einfach zu wenig daraus. Mit jedem Song schwindet die Aufmerksamkeit und man versinkt mehr und mehr in einer Parallelwelt, die zum Einschlafen zwar gut, beim Musikhören allerdings eher suboptimal ist. Schade. Aber es ist ja das Debüt - vielleicht kommt da ja noch was,...

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Janik

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Janik E. // 21 // love music. hate facism.

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