Plattenkritik

Dagoba - Post Mortem Nihil Est

Redaktions-Rating

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Release Date: 14.06.2013
Datum Review: 13.06.2013

Dagoba - Post Mortem Nihil Est

 

„Post Mortem Nihil Est“ ist bereits das fünfte DAGOBA Album und nach wie vor gilt: Die Franzosen teilen das Schicksal vieler ihrer Bandlandsleute, denn sie sind sträflichst unterbewertet! Viel verändert zum 2010er Vorgänger „Poseidon“ hat sich natürlich nicht, immer noch zelebriert das an der Gitarre erneuerte Flaggschiff melodischen Death und Neo-Thrash Metal, immer noch verbinden sie Epik und Bombast in relativ geradlinigen, aber auch mal von hinten durch die Tür hämmernden Nummern. Sie sind auch nach wie vor auf der Suche nach DEM Refrain, gleich der Opener macht das ohne wenn und aber deutlich. Im Gegensatz zu vielen anderen Bands entkernen sie jedoch nach einigen Durchgängen ihre Absicht, spannend und zugleich eingängig zu sein. Ihre Synthesizer malen „Post Mortem Nihil Est“ auch aus und zerstören es nicht. Des Weiteren ist ihr Sänger sowohl im Growling als auch mit seiner Singstimme charakteristisch charismatisch und sticht damit aus einer Flut an Veröffentlichungen hervor. Etwas negativ mutiert der überzeichnete Sound, der streckenweise viel zu matschig und overdressed klingt. Vielleicht hätte der als Produzent fungierende ex-MACHINE HEAD Klampfer Logan Mader sich ein Beispiel am zweiten Output „What Hell Is About“ und Tue Madsen nehmen sollen, denn das Songwriting erinnert stark an dieses Überalbum. Damit sind DAGOBA anno 2013 nicht mehr ganz so krampfhaft überzeichnet wie noch auf ihren letzten Releases unterwegs, so dass internationale Beachtung durchaus in Durchbruch münden könnte. Verdient hätten sie es!



Tracklist:
01. When Winter...
02. The Realm Black
03. I, Reptile
04. Yes, We Die
05. Kiss Me, Kraken
06. Nevada
07. The Great Wonder
08. The Day After The Apocalypse
09. Son Of A Ghost
10. Oblivion Is For The Living
11. By The Sword

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Clement

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Ich fühle mich zu alt

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