Plattenkritik

Danko Jones - "Rock And Roll Is Black And Blue"

Redaktions-Rating

Info

Release Date: 21.09.2012
Datum Review: 14.09.2012

Danko Jones - "Rock And Roll Is Black And Blue"

 

Das Trio DANKO JONES ist wohl eine der am härteste arbeitenden Rock-Bands dieses Planeten. In regelmäßig kurzen Abständen folgen Alben, neue Drummer und Tourneen aufeinander. Gibt es tiefe Einblicke in das Leben der kanadischen Band auf DVD und bald auch in geschriebener Form, denn es soll eine Biographie mit dem Namen „Too Much Trouble“ im Anschluss an das Album folgen.

Jetzt veröffentlich das Trio „Rock And Roll Is Black And Blue“, auf dem erstmals ihr neuer Drummer Atom Willard die Schlagstöcke geschwungen hat. Gemeinsam mit Langzeit-Kollaborateur Matt DeMatteo haben DANK JONES mit „Rock And Roll...“ aus meiner Sicht nicht nur DAS Album dieses Spätsommers, sondern DAS DANKO JONES Album überhaupt auf den Markt geworfen.
Die Scheibe ist verdammt catchy, wunderbar hymnisch und dennoch dreckig, rotzig, punkig, sexy, laut und kann was vom ersten Song bis zum letzten!

Der Opener 'Terrified' ist eine Hardrock Nummer, die vor Intensität und Power nur so strotzt und auch von den FOO FIGHTERS stammen könnte. 'Get Up' ist dann wieder einer dieser typischen DANK JONES Songs – Mädchen, Club, Sex, purer Gitarrenrock. Hat einen leichten Glam-Einschlag, aber mit Attitüde. 'Legs' ist sofort in meiner Favoritenliste. Folgt zwar demselben Prinzip wie der vorherige Song, jedoch ist es dieser unglaublich einprägsame, wenn auch etwas plakative, Refrain der mich sogar beim ersten Mal zum mitsingen animiert. Und Danko spricht hier textlich ja auch nur absolute Wahrheiten an! 'Just A Beautiful Day' ist ein 'Beautiful Song'. Poppig im Refrain, rotzig in der Strophe. Schön Schallenkranz, ja, wenn das Wetter besser wäre, würde ich den Song im Auto aufdrehen und zum See grillen fahren. Bringt Sonne ins Wohnzimmer! 'I Don´t Care' ist eine Uptempo Nummer, die grundsolide ist, mich aber nicht umhaut. Ganz anders 'You Wear Me Down' – geniales Gitarrenriff in alter Bluesrock Manier á la PHILIP SAYCE, das gefällt sofort. Soundtechnisch ein bisschen an Roy Orbinsons „Pretty Woman“ angelehnt. „I wanna love you, but you move too damn slow!“ - das ist eine Aussage die wahrscheinlich die Sexismus-Protestler auf den Plan bringt, aber das ist irgendwo doch auch Teil des Rock´n´Roll Konzepts und vor allem von DANKO JONES. 'Type of Girl' ist eine Rocknummer mit starkem Punk Einschlag. Griffig, eingängig, aber auch nicht der "Ten Ton Hammer". Ganz anders 'Always Away', der sofort unter die Haut geht und der die ewige Reise der Band behandelt. Passend von Flugzeuggeräuschen eingeleitet, ist es ein schöner poppiger Song (poppig im Sinne von DANKO JONES) mit Orgelton im Refrain. Ein Song der die Massen springen lassen wird. 'Conceited' ist ein Arschtritt vor dem Herrn und wäre aus meiner Sicht auch als Opener geeignet gewesen. Man fragt sich, woher Herr Jones immer und wieder diese Riffs nimmt. Mit einem sehr eingängigen Refrain ist dann die nächste Live-Massen-Karaoke gewährleistet. Toll! 'Don´t Do This' ist eine Nummer die auch in den 70ern sich großen Zuspruchs gefreut hätte. Knackiges Riffing, immer wieder kleine Generalpausen dazwischen, geile Bassläufe, eingängiger Chorus und wieder: Wie machen die das? Einfach und doch bestechend gut! 'The Masochist' ist aggressiv und kümmert sich nicht um eingängige Melodien und ist damit der härteste Song des Albums. Eher metallisch, als rockig, fällt aber nicht deswegen leicht hinter den anderen Songs zurück. Wird bestimmt eine Abrissbirne live. 'I Believed In God (Reprise)' ist ein absoluter Hit!! Gospelanfang trifft auf Kick-Ass-Rock mit ketzerischer Attitüde. Auch der gefällt und man fragt sich, wieso ist der nur als Bonus-Track auf der Digipack Version?

Egal, geile Platte, kann man nichts falsch machen! DANKO JONES is Rock´n´Roll in its purest form!

Trackliste:


1. Terrified
2. Get Up
3. Legs
4. Just A Beautiful Day
5. I Don't Care
6. You Wear Me Down
7. Type Of Girl
8. Always Away
9. Conceited
10. Don't Do This
11. The Masochist
12. I Believed In God
13. I Believed In God (Reprise)

Alte Kommentare

von Manni Bananenflanke 24.09.2012 09:20

Eher schwaches Review nach dem Muster "Track 1 ist..., Track 2 ist..., Track 3 ist...". "I Believed in God (Reprise) ist übrigens nicht nur als Bonus Track auf der Ltd. Edition. Bonus Track ist "In Your Arms" und taucht hier in der Track List gar nicht auf. Aber zur Platte: Bin mir noch nicht ganz sicher, was ich davon halten soll. Vorweg: An die älteren "Born A Lion" und "We Sweat Blood" kommt "Rock And Roll Is Black and Blue" (wie die beiden genannten) nicht ran. Bis jetzt gefällt mir auch "Below the Belt" besser, weil einfach fast jeder Track (von ein, zwei Ausnahmen abgesehen) ein Hit war. Es war nach dem schwachen "Never too Loud" auch endlich wieder richtig schön rotzig. Besser als letzteres ist die neue Scheibe sicher, geht aber vielleicht wieder etwas in diese Richtung. Damit meine ich, dass das eben genannte "Rotzige" wieder ein wenig zurückgefahren wurde und man hier und da mehr auf meldodische Parts setzt. Ob das dem Album gut tut und man hier die richtige Mischung gefunden hat, kann ich noch nicht sagen. Dazu muss ich dem Ding noch mehr Durchläufe gönnen. "DAS DANKO JONES Album überhaupt" ist "Rock And Roll Is Black And Blue" aber sicher nicht, dazu haben die Jungs in der Vergangenheit zu starke Alben abgeliefert. Von mir gibt's bisher 7,5/10, möglicherweise noch +/- 0,5.

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Linc

Autoren Bio

Singer-Songwriter bei "Linc Van Johnson & The Dusters" (Folk´n´Roll) Singer @ Supercharger (DK) Part of the ALLSCHOOLS family since 2006.

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