Plattenkritik

Dark Captain Light Captain - Miracle Kicker

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Release Date: 24.10.2008
Datum Review: 15.12.2008

Dark Captain Light Captain - Miracle Kicker

 

DARK CAPTAIN LIGHT CAPTAIN kommen aus London und veröffentlichen dieser Tage ihr Debut Album via Loaf Records. Produziert wurde das ganze von Robin Proper-Sheppard, der sich bereits einen Namen machte mit Bands wie THE GOD MACHINE oder SOPHIA.
Schon bei SOPHIA wurde der Hang zur Melancholie zelebriert, was bei DARK CAPTAIN LIGHT CAPTAIN allerdings noch mal um einiges gesteigert wird.
Minimalistische kleine Songperlen offenbaren sich dem Hörer, der von der ersten Sekunde an auf eine Fahrt voller deprimierender Momente mitgenommen wird.
Wo „Jealous Enemies“ mit der akustischen Gitarre und den elektronischen Untertönen noch nicht ganz so schwer sitzt, lässt besonders die erste Single „Circles“ sich besonders schwer sacken. Die folkigen Anleihen, die besonders hier hervorstechen, sind zwar allgegenwärtig, rufen allerdings nie diese bedrückende Stimmung auf wie hier. „Robot Command Centre“ lässt mit Hilfe einer Klarinette eine unglaubliche Atmosphäre entstehen und auch vor bescheidenen Pfeifereien wie in „Speak“ scheuen sich DCLC nicht. Das alles hört sich nach großer Abwechslung verpackt in kleine Harmonische Songs an, ist aber leider nicht ganz so. Der mehrstimmige Gesang wird nie abgelöst, klingt im Grunde immer gleich und stört halt leider immer. Wäre diese Eigenschaft ein wenig anders, oder wenigstens geschickter verpackt, läge hier eines der wohl deprimierendsten Alben des Jahrtausends vor.

Tracklist:

1. jealous enemies
2. parallel bars
3. circles
4. remote view
5. questions
6. robot command centre
7. speak
8. spontaneous combustion
9. everyone we know
10. miracle kicker

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Raphael

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