Plattenkritik

Darker My Love - 2

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Release Date: 07.08.2009
Datum Review: 29.07.2009

Darker My Love - 2

 

Aus den Aschen der DISTILLERS kommt dieser Tage nach SPINNERETTE schon das zweite Album hervor. Bei DARKER MY LOVE mischt neben Tim Presley (Ex-The Nerve Agents) und zwei nicht weiter bekannten Herren auch Andy Granelli mit, der ja bekanntermaßen früher mal Drummer bei den DISTILLERS war. Und was Brody Dalle mit ihrer Band zwar mit vielen Hits, letztendlich doch nicht ganz überzeugend gelingt, schafft auch Granelli mit seinem neuen Projekt nicht so wirklich. Aber was wollen DARKER MY LOVE eigentlich?

Hört man Songs wie „Northern Soul“ oder „Blue Day“ denkt man nichts Gutes. Das plätschert, das säuselt, das nervt. Aber huch, oh Schreck. Was ist das? Langsam gelangt der Hörer in die Mitte des Albums, langsam taucht man ein in ziemlich abgefahrene Melodien die nach genau einer Band klingen, ohne direkt zu kopieren, ohne schlecht zu covern, ohne doof inspiriert zu sein: THE DOORS. „White Composition“, „Add One To The Other One“ – hervorragende Beispiele fürs MORRISONsche Schaffen. “Even In Your Lightest Day” schwimmt davon allerdings gleich wieder weg. Man bleibt im drogenverseuchten Vietnam-Krieg (zumindest musikalisch) und lässt sich treiben. Gerade jetzt muss man zugeben, würde man den Songs in einem der endlosen Vietnamkriegsfilme sehen, so würde man nicht merken, welcher Zeit er entstammt. Ein Punkt, den DARKER MY LOVE stur hindurch zelebrieren. Die musikalischen Vorbilder hört man zwar raus, allerdings lässt man sich schnell täuschen: Liegt hier ein Original vor? Eine Frage, die man vielen Bands nie stellen konnte. Da bleibt zu sagen: Schwacher Anfang – Grandioses Ende.

01. Nothern Soul
02. Blue Day
03. Two Ways Out
04. Pale Sun
05. White Composition
06. Add One To The Other One
07. Even In Your Lightest Day
08. All The Hurry & Wait
09. Waves
10. Talking Words
11. Immediate Undertaking

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Raphael

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