Plattenkritik

Das Oath - Mini LP

Redaktions-Rating

Info

Release Date: 01.01.1970
Datum Review: 14.04.2006

Das Oath - Mini LP

 

DAS OATH sind schon ein verdammt cooler und kontroverser Haufen. Zwischen Holland und New York verteilt, steht bei der Truppe stets der künstlerische Faktor ihrer Werke im Vordergrund. Auch bei ihren aktuellen 9 Songs die der Einfachheit halber unter dem Namen "Mini LP" subsumiert sind hält man bei der CD ein kleines Kunstwerk in der Hand, welches nicht so recht den eigenen Inhalt offenbaren will.

Wenn man das vernebelte Cover ein wenig genauer Inspiziert kann man gerade mal den Bandschriftzug erkennen, mehr liegt nicht vor. Auch nach den Songnamen des neusten Outputs kann man lange suchen. Auf der Cd und im Booklet findet man kein einzigen Namen, kein einziges Wort. Nach längerem Suchen hab ich die Songtitel schließlich im Internet entdeckt, halleluja! Das ziemlich dick anmutende Booklet mit seinen 20 Seiten zeigt immer das gleiche "Blumenportrait", welches mit jeder Seite ein wenig schärfer wird. Genauso abgefahren wie das ganze Drumherum bei DAS OATH ist auch ihre Musik: Knietief im Hardcore verwurzelt, zelebrieren sie ihr einzigartiges Chaos mit Screamo Gesang. Manch einer mag sich an THE LOCUST oder THE BLOOD BROTHERS erinnert fühlen, aber kaum eine Band scheint so abgehoben wie DATH OATH. Energetisch wie nichts gutes brettern die Herren drauf los und überrollen den Zuhörer mit Einflüssen aus 70er Schrammelpunk und jeder Menge skurriler Synthiegeräusche die aus dem Chaos herauszuhören sind. Bei "Tightened, Solidified, Cracking" trifft man plötzlich sogar auf richtig geordnete Retroriffs bevor man wieder ins Chaos abdriftet. Natürlich schaffen es die kleinen mosaikhaften Kunstfetzen kaum über die 1-Minutengrenze nur der abschließende Track stellt mit seinen 10 Minuten eine Ausnahmeerscheinung dar. Ich muss dies ein wenig relativieren, denn die letzten 8 Minuten des Songs sind einfach nur Stille. Man mag sie mögen oder nicht, DAS OATH gehen ihren chaotischen, eigenen Weg, mich berühren sie jedenfalls mit ihrer Intensität.

Release:26.05.2006

Track Listing:
1. You Will Never Never Never Never Know Me
2. Quicklime
3. Stand Atop The Precipice And Give The Boulder a Tap
4. Tightened, Solidified, Cracking
5. Whim
6. Occupant/Applicant
7. Only Us Fakes Get All The Breaks
8. Don’t Leave Anything Anywhere It Will Disappear
9. Mouldering

Autor

Bild Autor

Torben

Autoren Bio

Allschools Chef

Suche

Social Media