Plattenkritik

Davidian - Hear Their Cries

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Info

Release Date: 25.04.2008
Datum Review: 03.06.2008

Davidian - Hear Their Cries

 

Es sprechen drei Gründe für die Anschaffung dieses Albums:

1. Der Bandname DAVIDIAN steht für einen der besten Songs des Neothrash (erster Song des MACHINE HEAD-Klassikers „Burn My Eyes“,

2. das Coverartwork (Wichtig: Vor- und Rückseite) ist überrragend und

3. der Old School Thrash Metal mit ganz leichten Core-Zusatz ist in 2008 das beste aus deutschen Landen.

Dabei ist es DAVIDIAN auf ihrem zweiten Album gelungen, die deutschen Thrash Tugenden in die Moderne zu tragen und mit der Bay Area zu verfeinern. Das durchweg aggressive Material ist auch deshalb erwähnenswert, weil US-Import Dave Hopkins (auf dem Debüt war noch Chris Prendergast für die Vocals zuständig) nicht über einen typischen Trash Vibe verfügt, sondern aus dem Hardcore-Lager zu kommen scheint und während der 9. Songs voller Inbrunst und Leidenschaft shoutet. Bei vielen Bands wäre dies ein Fall von Eintönigkeit, aber Dave Hopkins variiert teilweisen seinen Gesang und hat ein fettes Plus gegenüber seinen Konkurrenten: Er ist permanent ein wenig neben der Spur. Und genau das macht den Gesang so einzigartig anders und lässt gesangstechnisch keine Langeweile aufkommen. Natürlich sind auch die Songs überdurchschnittlich gut und lassen großes Potential innerhalb der süddeutschen Band erkennen. Gewöhnungsbedürftig sind die Breaks, da sie an Stellen sitzen, an denen sie nicht vermutet werden. Das heißt, dass der Hörer „Hear Their Cries“ mehrere Durchgänge gönnen muss, um die Songs erschließen zu können. Aber dann entfaltet sich eine originelle Modern Thrash Metal-Scheibe mit Langzeitwirkung, die sich im Metalhirn festfrisst. In 2008 muss sich erst einmal ein Album finden, dass DAVIDIAN wieder losreißt!

Tracklist:
1. Judas Cross
2. Count Your Beads
3. The Prince
4. Dark Lights
5. Follow
6. Little Man
7. 40 Days
8. Empty Gold
9. Shadow

Alte Kommentare

von ian [ttr] 04.06.2008 23:53

also die myspace songs können durchweg überzeugen...und ne gewisse ähnlichkeit in der stimme zu robb flynn zu burn my eyes zeiten ist nicht abzustreiten...nett. bin gespannt aufs album.

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Clement

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Ich fühle mich zu alt

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