Plattenkritik

Dawn Heist - Timewave Zero [EP]

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Release Date: 21.10.2011
Datum Review: 26.10.2011

Dawn Heist - Timewave Zero [EP]

 

Die Australier von DAWN HEIST haben eine erste EP produziert. Oder ihnen wurde eine EP produziert? Wie auch immer man es sehen will, die Platte strotzt vor Langeweile, Eintönigkeit und Ideenlosigkeit. Das meist gleiche Songschema besteht aus folgenden Komponenten: Elektro/Sythesizer-Gedudel – EMMURE-ähnlicher Breakdown-Vers – Elektro/Synthesizer-Gedudel – FIVE FINGER DEATH PUNSHiger, cleaner Refrain – aggressive aber leider eintönige Shouts – ab und an noch ein bisschen Doublebase/Bass-Gewitter – Elektro/Synthesizer-Gedudel – fertig. Klingt im ersten Moment vielleicht ganz lustig, ist es aber nicht wenn sich das Spiel über sechs Vierminüter verteilt. Wenn ich immer das Gleiche haben will kann ich auch Memory mit 64 Karten und nur zwei Motiven spielen. Auffällig ist zwar ein schon ganz gutes Gespür für Melodien und Hooklines – Sänger Pat kann relativ souverän zwischen Shouts und Gesang hin- und herwechseln. Er bringt aber gerade in den Shouts seine eigentlich vielseitige Stimme nicht komplett ein. Das Schlagzeug und der Bass sind vollkommen zu vernachlässigen, da beide absolute 08/15-Patterns spielen und uninspiriert klingen.

Besonders auffällig ist aber die djentige Gitarrenarbeit. Die käme in einer richtigen Djent-Band zwar gut, aber wenn man versucht damit Elektro-Melodien oder Atmosphären zu konstruieren und sich dem Synthesizer eigentlich unterordnet, macht das keinen wirklich guten Eindruck. Außerdem glaube ich auf „Time Wave Zero“ nicht mehr als vier verschiedene Akkorde gehört zu haben. Ein paar wenige Leads ausgelassen.

Ich glaube DAWN HEIST haben Potenzial, sie können es aber noch nicht richtig entfalten. Falls da ein Album nachkommt wird das entweder eine völlig überproduzierte Soundflut oder eine entschlackte Metalcore-Scheibe, die sich aber sehen lassen kann. Die EP alleine erreicht für DAWN HEIST leider nur unteres Mittelmaß.

Tracklist:
01. The Anesthetist
02. Timewave Zero
03. Nine Worlds
04. Loki
05. The Heretic
06. Scarecrow

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Jonathan

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