Plattenkritik

Dead Flesh Fashion - Thorns

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Release Date: 11.03.2011
Datum Review: 07.03.2011

Dead Flesh Fashion - Thorns

 

Und auf einmal tauchen sie aus dem Nichts auf...

Dieses Summen. Es bringt dich um den Verstand. Fliegen! Überall Fliegen. Dieser Schwarm. Schwarz in schwarz. Erst ummantelt er nur deinen Kopf. Verdeckt deine Sicht. Verklärt deine Sinne. Ernährt sich von deiner Panik. Wächst über sich hinaus. Nimmt deinen ganzen Körper ein. Du windest dich. Schreist um Hilfe. Chaos bricht aus. Zumindest in deinem Kopf. Du beginnst zu schreien. Nach Hilfe zu kreischen. Diese Fliegen stechen. Sie zerstechen dir dein Gesicht. Deine Haut. Deinen ganzen Körper. Dir wird noch schwärzer vor den Augen. Diesmal sind es nicht die Fliegen, die daran Schuld sind. Du veränderst deine Gestalt. Wirst eins mit den Fliegen. Ein schwarzes Etwas. Ein schwarzes Loch. Ein Loch in der Welt. In eine andere.

...und dann ist auf einmal alles nass...

Wild um dich schlagend, versuchst du den Fluten zu entkommen. Wasser im Mund. Wasser in der Lunge. Panische Schnappatmung. Noch mehr Wasser. Eine unsichtbare Kraft drängt deinen Körper immer weiter nach unten. Tiefer in Richtung Grund. Nach Luft zu japsen hast du längst aufgegeben. Immer wieder drehst du dich um die eigene Achse. Schlägst Kreolen. Unaufhörlich. Ohne es zu wollen. Immer weiter füllen sich deine Lungen. Dein Körper füllt sich mit Wasser. Du quillst auf. Deine äußere Hülle hält dem Druck nicht stand. Unter Wasser hört dich keiner Platzen. Plötzlich bist du weg. Und alles nimmt seinen geregelten Lauf. Ganz genau so, als hättest du nie existiert.

...und dann ist dir auf einmal alles egal...

Wie von der Trägheit geküsst und von wild umher tanzenden Zähnen verwirrt schlägst du die Augen auf. Wiedergeboren als Regenmacher. Umgeben von Totmachern. Sie wollen, dass du tanzt. Tanze deinen Tanz. Langsam beginnst du. Erst das eine Bein. Dann das nächste. Sie tun es dir gleich. Ahmen deine Bewegung nach. Die Blicke gen Himmel gerichtet. Die Wolken ziehen sich zusammen. Der Donner grollt in weiter Ferne. Du tanzt. Schreist unverständliche Laute. Du bist der Regenmacher. Sie sind die Totmacher. Sie machen es dir nach. Sie tanzen. Sie schreien. Die ersten Tropfen bahnen sich ihren Weg aus den Wolken in Richtung Erde. Sie schlagen auf. Es blitzt. Der Donner knallt. Die Totmacher fallen um. Im Kollektiv. Deine Chance. Du hörst auf zu tanzen und beginnst zu rennen.

...und dann läufst du deinen Todesmarsch....

Du läufst und läufst. Durch die dunkle Nacht, vorbei an blühenden leuchtenden, sonderbar anmutenden Pflanzen. Du rennst. Immer weiter. Mit nackten Füßen auf unbekanntem Terrain. Feindliches Gebiet. Dornen graben sich tief in dein Fleisch. Todgeweihtes Fleisch. Du rennst. Hinter dir Geschrei. Wilde Kreaturen. Die Totmacher sind dir auf den Versen. Sie sind viele. Du bist alleine. Die Nacht wird dunkler. Der Wald wird dichter. Der Weg geradeaus versperrt. Du schlägst Haken. Überschlägst dich. Landest mit dem Gesicht auf dem Boden. Weich und Warm. Feuchtigkeit ummantelt dich. Weit entferntes Geschrei. Nicht vor Wut. Sondern vor Schmerz. Eine Person. Nicht viele. Wieder schlägst du Kreolen. Dunkel. Nass. Am Ende des Tunnels ein Licht. Plötzlich ein Druck von hinten. Du wirst nach vorne gepresst. Wasser und rote Flüssigkeit schießen an die vorbei. Du fragst dich, was hier geschieht. Durch eine schmale Öffnung spürst du den kalten Lufthauch. Die Öffnung wird größer. Weitet sich aus. Grinsende Gesichter. Greifende Arme. Das ist alles was du siehst. Und du beginnst zu schreien.

...um wieder von vorne anzufangen.

DEAD FLESH FASHION zeigen sich mit „Thorns“ wesentlich erwachsener und songorientierter, als auf ihrem Erstlingswerk „Anchors“. Trotzdem der wuchtige Charakter und der chaotische Grundton erhalten geblieben sind, wirken die Stücke nicht mehr ganz so ausufernd und überfordernd, wie noch zuletzt. Hier und da eine atmosphärische Huldigung an AMEN RA, dort die Wucht des OMEGA MASSIFS, grundsätzlich aber immer eigen und verspielt – DEAD FLESH FASHION eben, nur gereifter. „Thorns“ wird sowohl auf CD als auch erstmalig auf Vinyl auf Midsummer Records erscheinen und wenn Ihr Euch vorab schonmal davon überzeugen wollt, wie das neue Material der Jungs klingt, könnt ihr das in den nächsten Tagen hier bei uns im exklusiven Stream machen – wir halten Euch auf dem Laufenden.

Tracklist:

1. Flies!
2. Niagara
3. Kissing The Neck Of Inertia
4. Dancing Teeth
5. Rainmaker
6. Where The Night Goes For Orchid
7. Thorns
8. Womb Of The Widow
9. All I Need

Alte Kommentare

von simtz 07.03.2011 21:03

uff, das review hat mich jetzt verwirrt. ich find DFF eh gut :)

von nils 07.03.2011 21:58

ich find auch ddf gut.

von hans 08.03.2011 08:39

fliegen stechen nicht, mücken stechen!

von und wie 08.03.2011 10:54

die stechen. komm mal in n schwarzwald.

von daniel 08.03.2011 11:21

schönes review ! bin auf den albumstream gespannt.

von m. 08.03.2011 16:12

ich hatte Gänsehaut beim lesen! hoffentlich wird das beim Album auch so!

von Horsti 08.03.2011 17:39

Schön geschrieben, aber absolut nichtssagend. Kann man nicht einfach die Musik beschreiben?

von chris 08.03.2011 20:39

siehe oben.... DEAD FLESH FASHION zeigen sich mit „Thorns“ wesentlich erwachsener und songorientierter, als auf ihrem Erstlingswerk „Anchors“. Trotzdem der wuchtige Charakter und der chaotische Grundton erhalten geblieben sind, wirken die Stücke nicht mehr ganz so ausufernd und überfordernd, wie noch zuletzt. Hier und da eine atmosphärische Huldigung an AMEN RA, dort die Wucht des OMEGA MASSIFS, grundsätzlich aber immer eigen und verspielt – DEAD FLESH FASHION eben, nur gereifter. „Thorns“ wird sowohl auf CD als auch erstmalig auf Vinyl auf Midsummer Records erscheinen und wenn Ihr Euch vorab schonmal davon überzeugen wollt, wie das neue Material der Jungs klingt, könnt ihr das in den nächsten Tagen hier bei uns im exklusiven Stream machen – wir halten Euch auf dem Laufenden.

von chris 08.03.2011 20:40

siehe oben... DEAD FLESH FASHION zeigen sich mit „Thorns“ wesentlich erwachsener und songorientierter, als auf ihrem Erstlingswerk „Anchors“. Trotzdem der wuchtige Charakter und der chaotische Grundton erhalten geblieben sind, wirken die Stücke nicht mehr ganz so ausufernd und überfordernd, wie noch zuletzt. Hier und da eine atmosphärische Huldigung an AMEN RA, dort die Wucht des OMEGA MASSIFS, grundsätzlich aber immer eigen und verspielt – DEAD FLESH FASHION eben, nur gereifter. „Thorns“ wird sowohl auf CD als auch erstmalig auf Vinyl auf Midsummer Records erscheinen und wenn Ihr Euch vorab schonmal davon überzeugen wollt, wie das neue Material der Jungs klingt, könnt ihr das in den nächsten Tagen hier bei uns im exklusiven Stream machen – wir halten Euch auf dem Laufenden.

von Was ein 11.03.2011 15:24

Scheiß.

von Olivier H. 12.03.2011 16:16

dead flesh fashion spielen heute abend mit caleya im kölner aetherblissment. unbedingt ansehen!

von ah stimmt 14.03.2011 21:38

darf man exklusiv hier anhören, dann muss das review natürlich top sein.. gott wie lächerlich seid ihr nur! gab es das eigentlich schon mitgeliefert!? und wenn man weiß wer wenn privat durch welche bands shows und promotion kennt aber naja schwam drüber, sind eh alle zu allschool dafür! hahahahahahahha

von @ah stimmt 15.03.2011 08:14

das hahahahahahahaha kann man höchstens auf deinen kindischen beitrag beziehen... selten so einen schrott gelesen;)

von Clement 15.03.2011 08:29

im rock hard oder metal hammer bzw. legacy bekommst du nur einen beitrag, wenn du auch eine anzeige schaltest. wir hier sind in unseren entscheidungsfindungen frei. nur weil wir einen stream exklusiv präsentieren, bekommt das teil noch keinen tipp. natürlich haftet dem immer ein hauch von befangenheit an. aber wenn du dir das album anhörst wirst du feststellen, dass jeder punkt mehr als gerechtfertigt ist.

von surecamp 22.03.2011 15:04

ah gut, im letzten absatz ging es dann doch noch um die musik. in den ersten wohl nicht, oder? hab ich nur überflogen. war nicht mal gut geschrieben, sehr aufgesetzt und gewollt. dann schreib doch einfach ein paar geschichten und schick sie an verlage aber bleib doch hier bei musikreviews.

von marcel z 16.04.2011 02:38

geile scheibe !!!

von SK 16.04.2011 20:58

Gruseliges Review! Gescheiteter Autor!? Das Album und die Band hätten besseres verdient!

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Alex G.

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rien.

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