Plattenkritik

Dead In The Dirt - Blind Hole

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Release Date: 05.08.2013
Datum Review: 18.08.2013

Dead In The Dirt - Blind Hole

 

Knapp vierundzwanzig Minuten benötigen DEAD IN THE DIRT mit ihrem Debüt „Blind Hole“, um der Bedeutung von Kompromisslosigkeit eine eigene Interpretation zu verpassen. Zweiundzwanzig Songs, welche die Fäuste ballen lassen und ein abartiges Gröhlen aus der Kehle zerren. So muss Crust klingen.

Zwei kleine EP-Happen haben DEAD IN THE DIRT bereits in der Vergangenheit unter die Leute gebracht und damit mächtigen Appetit auf ihren ersten Langspieler gesät. Für diesen hat das amerikanische Trio keine Mühen gescheut und Andy Nelson (WEEKEND NACHOS) für die Produktion und Brad Boatright (NAILS, ALL PIGS MUST DIE, BAPTISTS) für das Mastering engagiert.
Herausgekommen ist „Blind Hole“. Ein mit fiesen Granaten gespicktes Album. Dabei ist es so herrlich zu hören, wie sich der rotzige Crust Bastard von DEAD IN THE DIRT so vertraut auf den verlassenen Pfaden alter Legenden wie DROPDEAD, INFEST oder natürlich auch HIS HERO IS GONE bewegt. Schon der Opener „Suffer“ macht auf seinen einundfünfzig Sekunden unmissverständlich klar, wer und was den gewaltigen Sound von DEAD IN THE DIRT geprägt hat. Immer angetrieben von peitschenden D- und Blast Beats duellieren sich der Bass und die Gitarre in erdrückenden Untiefen und werfen fiese Feedback-Widerhaken. Dabei regieren nicht nur der kantige Grind und räudige Punk im Sound des Trios, sondern ab und an auch ein todesmetallischer NAILS-Groove. Angeführt vom kehligen Gekeife und den tiefen Growls beider Fronter, ist es erstaunlich, wie die Songs auf „Blind Hole“ seine Hörer in seinen Sog zieht und mit einer geballten Wut traktiert. Das Album wirkt zu keiner Sekunde auch nur annähernd überfordernd, da DEAD IN THE DIRT genau wissen, wann ein Blast zu enden oder sich die Dynamik eines Riffs umzukehren hat.
Wer aufgrund der Veröffentlichungsflut bestehend aus Crust und Death Grind Releases bereits den Overkill vor Augen hat, bekommt von DEAD IN THE DIRT zweiundzwanzig Gründe vor den Latz geknallt, auf keinen Fall daran vorbei zu schauen. Denn aktuell gibt es kaum eine Band, die sich so nah an den Crust der Vergangenheit prügelt, wie das Trio aus Atlanta.

Trackliste:
1. Suffer
2. The Blaring Eye
3. Swelling
4. Strength Through Restraint
5. Idiot Bliss
6. You Bury Me
7. Skull Binding
8. Mask
9. Cop
10. No Chain
11. Will Is The War
12. Beggar
13. One More Day
14. The Pit Of Me
15. Cage
16. Starve
17. Vein
18. Pitch Black Tomb
19. The Last Nail
20. Two Flames
21. A Knife In The Feathers
22. Halo Crown

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Mulder

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